Jenin
Nach dem blutigen Selbstmordattentat in Netanya im März 2002 wurde die Noteinsatztruppe der israelischen „Nachshon Brigade“ nach Jenin beordert. Das palästinensische Flüchtlingslager galt als Heimatort und Basis vieler palästinensischer Selbstmordattentäter. Die Brigade sollte potentielle weitere Attentäter aufzuspüren, festzunehmen und ihre Werkstätten und Labors zerstören. Als die Soldaten der Noteinsatztruppe in das Lager eindrangen, trafen sie auf gut vorbereitete palästinensische Kämpfer. Die Aktion eskalierte zu einem tagelange Häuserkampf. 13 Israelis und 52 Palästinenser, darunter 22 Zivilisten starben. Der Armee wurde vorgeworfen unverhältnismäßig brutal gegen offensichtlich Unbeteiligte vorgegangen zu sein. Gerüchte um Massaker, bei denen einige hundert Palästinenser getötet worden sein sollen, machten die Runde, ließen sich aber nicht beweisen.
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