Farbfilm
Bereits Anfang des 20. Jhs. konnten durch additive Verfahren Filme farbig produziert werden. Doch da für die Wiedergabe gravierende Veränderungen an den Projektoren notwendig waren, setzte sich erst Ende der 20er Jahre das subtraktive Verfahren durch. Zunächst konnten nur Zweifarbsysteme, die ohne eine der drei Grundfarben auskommen mussten eingesetzt werden. Für die frühe Version von Technicolor wurden zwei farbige Filmstreifen aufeinander geklebt (Farbsequenzen in Ben-Hur, 1926, und The Black Pirate, 1926). Die frühe Version von Cinecolor, die bereits mit Emulsionen arbeitete, einer orangefarbenen auf der einen und einer blaugrünen Emulsion auf der anderen Seite, wurde lange Zeit für Western eingesetzt. Bei den späteren Technicolor-Verfahren (ab Mitte der 30er Jahre) liefen drei Filmstreifen durch eine riesige Kamera, die jeweils eine der drei Grundfarben aufnahm. Die Filmstreifen wurden später zusammenkopiert. Das Kodachrome-Verfahren brachte schließlich ein beschichtetes Material auf den Markt, das die Farben auf einem Filmstreifen aufnehmen konnte. Im Film wurde es als Eastman-Color- oder Agfa-Color-Verfahren bekannt. Bis in die 60er und frühen 70er Jahr hielt sich die Meinung, dass nur inhaltlich triviale Filme in Farbe gedreht werden sollten, da die intensive Farbigkeit der frühen Farbfilme ernsten Themen wenig gerecht zu werden schien. Erst mit der Verfeinerung der Verfahren setzte sich die Farbigkeit des Films allgemein durch.
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