Stalingrad
Die Schlacht um die an der Wolga gelegene Stadt Stalingrad wird allgemein als Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront bezeichnet. Am 28. Juni 1942 begann die deutsche Wehrmacht mit ihrer Offensive. Im November hatte die 6. Armee unter General Paulus fast die gesamte Stadt eingenommen. Die Rote Armee startet eine erfolgreiche Gegenoffensive und schloß am 22. November etwa 350.000 deutsche und verbündete Soldaten in der Stadt ein. Hitler verbietet Paulus jeden Ausbruchsversuch und befiehlt die Stadt um jeden Preis zu halten. Die versprochene Versorgung der Armee aus der Luft bleibt unzureichend. Im Kessel werden Lebensmittel und auch Munition streng rationiert. Ein am 21. Dezember gestarteter Entsatzversuch der 4. Panzerarmee unter Generaloberst Hoth scheitert. Am 31. Januar 1943 kapituliert Paulus gegen den ausdrücklichen Befehl Hitlers.
Über 500.000 Soldaten Soldaten der Roten Armee kostete die Schlacht das Leben. Mehr als 250.000 deutsche Soldaten starben, etwa 100.000 gehen in die Gefangenschaft. Nur 6000 von ihnen kehrten Jahre später nach Deutschland zurück.
Die nationalsozialistische Propaganda versuchte der Niederlage durch Parolen wie "Sie starben, damit Deutschland lebe!" einen Sinn zu verleihen und Stalingrad in ein Symbol für den Durchhaltewillen des deutschen Soldaten zu verklären.
Ein Symbol ist die Stadt in der Tat geworden, ein Symbol für die Unsinnigkeit des Krieges, des Durchhaltens um jeden Preis gegen einen übermächtigen Feind, gegen die Kälte und den Hunger. Stalingrad wird heute oft als Massengrab bezeichnet oder, obwohl eine Stadt, als Schlachtfeld. Denn in der ganzen Stadt wurde gekämpft, Strasse um Strasse, Haus um Haus, Stockwerk um Stockwerk. Jedoch verglichen mit anderen Mitteln, die zu dieser Zeit im Russlandfeldzug längst gebräuchlich waren, auf eher konventionelle Art und halbwegs im Rahmen der "Regeln" allgemeiner Kriegsführung.
24 passende Filme gefunden