Dokumentarfilm

Seit der Erfindung des Films wird er genutzt,um Menschen Orte, Personen und Dinge zu zeigen, die sie selbst nicht gesehen oder kennen gelernt hätten. Dabei ging es von Anfang an um die wirklichkeitsgetreue Abbildung interessanter Begebenheiten, z.B. die Vorführung von Lumières "Czar et Czarine entrant dans l'eglise de l'Assumtion" (1896) auf der 1. Weltausstellung. Später wurden - im Geiste der Kolonialtradition der führenden Filmländer - exotische Menschen und Tiere fremder Länder präsentiert. Die Filmgesellschaften finanzierten aufwändige Expeditionen, um so erfolgreiche Filme wie Nanook of the North/Nanook der Eskimo (USA 1922) produzieren zu können. Bei diesem Film zeigten sich bereits die Grenzen des rein sachlichen Dokumentarfilms, da die Ereignisse aus einer lyrischen Perspektive von Nanook dargestellt werden. Eine andere Form der Subjektivierung der filmischen Perspektive findet sich im für Propagandazwecke genutzten Dokumentarfilm. Siehe auch Propagandafilm

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