Biografie:
Johan Leysen, ein belgischer Schauspieler, absolvierte ab 1974 eine Ausbildung am Studio Herman Teirlinck. Sein Einstieg in das Theaterfach erfolgte an verschiedenen niederländischen Bühnen, bevor er im Jahr 1983, nach einer Rolle in Jean-Luc Godards "Maria und Joseph", nach Frankreich übersiedelte. In der Folge war er in einer Vielzahl von Filmen zu sehen, wobei der Schwerpunkt auf französischen Produktionen lag, jedoch auch internationale Filme zu nennen sind. Obgleich er eine beachtliche Filmkarriere aufzuweisen hat, ist er dem Theater stets verbunden geblieben.
Im Jahr 1993 wurde Leysen beim World Film Festival in Montreal für seine darstellerische Leistung in Radu Mih?ileanus "Trahir" als bester Schauspieler ausgezeichnet. Im Jahr 1997 erfolgte die Nominierung für das Gouden Kalf als bester Darsteller in "Tralievader", wobei die Auszeichnung schließlich 1998 für die Hauptrolle in "Felice… Felice…" verliehen wurde. Im deutschsprachigen Raum erlangte er größere Bekanntheit durch seine Mitwirkung im Film "The American". Im Jahr 2018 wurde ihm der belgische Lebenswerk-Filmpreis Mira d'Or verliehen. Johan Leysen verstarb im Jahr 2023.
Eine Auswahl an Filmen in denen er mitspielte:
1992: De Johnsons
1992: Boven de Bergen
1993: Daens
1993: Trahir
1994: Wut im Herzen (La Rage au cœur)
1994: Die Bartholomäusnacht (La reine Margot)
1995: Tralievader
1996: Tykho Moon
2000: Le pique-nique de Lulu Kreutz
2001: Pakt der Wölfe (Le pacte des loups)
2001: De negen dagen van de gier (Fernsehserie)
2001: Schimanski: Kinder der Hölle
2003: Grimm
2003: Schussangst
2004: Immer nur ihn (La dérive des continents)
2004: Affe unter Menschen (Carmen)
2005: Miss Montigny
2005: Een ander zijn geluk
2006: Le lièvre de Vatanen
2012: Engrenages
2013: Jung & Schön (Jeune et jolie)
2014: The Missing
2015: Das brandneue Testament (Le tout nouveau testament)
2016: Ein Chanson für dich (Souvenir)
2018: Der Flohmarkt von Madame Claire (La dernière folie de Claire Darling)
2019: Ein verborgenes Leben (A Hidden Life)
2022: Pink Moon