Adolphe Menjou

Geboren als:
Adolphe Jean Menjou
Beruf:
Schauspieler
geboren:
18 February 1890, Pittsburgh, Pennsylvania, USA
gestorben:
29 October 1963, Beverly Hills, Los Angeles, California, USA
Biografie:
Er galt als der am besten angezogene Mann Hollywoods, doch bei aller Eleganz machte Menjou gerade dort bleibenden Eindruck, wo er diesem Typ nicht entsprach. Als Cornell Absolvent und ausgebildeter Ingenieur entdeckte Menjou 1916 die Schauspielerei, zuerst das Vaudeville Theater dann den Film. Er gab sein Debüt noch im gleichen Jahr in "The Blue Envelope Mystery" und nach seiner Dienstzeit als Soldat im Ersten Weltkrieg und reichlich Bühnenarbeit geriet er als Freund Rudolph Valentinos in "The Sheik" und als König Ludwig XIII in Douglas Fairbanks "The Three Musketeers" (beide 1921) vor die Kamera. 1923 wurde er von Charlie Chaplin als Hauptdarsteller in "A Woman of Paris" engagiert, was sein Image als stets mackellos gekleideter Gentleman noch verstärkte. In den 1920ern drehte er noch eine Reihe populärer Filme, darunter "The Marriage Circle" (1924, für Ernst Lubitsch), "The Sorrows of Satan" (1925, als ungeschickter Teufel) für D. W. Griffith und "A Gentleman of Paris" (1927) für Chaplins früheren Co-Regisseur Harry D'Arrast.

Mit dem Erscheinen des Tonfilms geriet seine Karriere ein wenig ins Straucheln, doch als lebensmüder Offizier in "Morocco" (1930) neben Gary Cooper erntete er großen Erfolg. für die Rolle des streitbaren Zeitungsredakteur Walter Burns in "The Front Page" (1931) erhielt er eine Oscar Nominierung. In den 30ern spielte Menjou mal urbane Produzenten, mal saufende Versager. "Morning Glory" (1933), "Stage Door" und "A Star Is Born" (beide 1937) unter anderen gehören in die erste Kategorie, wohingegen "Little Miss Marker" (1934) und "Golden Boy" (1939) zur letzteren zählen.
Kaum verstellt spielte er 1936 Drew Barrymore in der Musikkomödie "Sing, Baby, Sing", in der er eine seiner besten (und komischsten) Darbietungen ablieferte, wie er auch als Verteidiger von Ginger Rodgers in "Roxie Hart" (1942) ein gute Figur machte.

Es folgten Filme wie "The Hucksters" (1947) und "State of the Union" (1948), doch sein berüchtigster Auftritt fand vor dem "House Committee on Un-American Activities", dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe, statt. Dort legte er in selbstgefälligen Ton seinen betont antikommunistischen Standpunkt dar und beschuldigte einige seiner Hollywood Kollegen. In Anthony Manns spannenden Bürgerkriegsthriller "The Tall Target" (1951) spielte er einen Unionsoffizier, der zum Veräter wird. Im folgenden Jahr war er ein überraschend realistischer (und ohne seinen Schnurbart fast unerkennbarer) Polizeiinspektor in "The Sniper". Für den alternden Menjou wurden die guiten Rollen langsam rar, doch Stanley Kubrick gab ihm eine denkwürdige Rolle in "Paths of Glory" (1957) als scheinheiliger Offizier im Ersten Weltkrieg. Seinen letzten großen Leinwand-Auftritt hatte er in Walt Disneys "Pollyanna" (1960). Seine Autobiografie, "It Took Nine Tailors", wurde 1947 veröffentlicht.

Filme:
Paths of Glory (1957) .... General George Broulard
Farewell to Arms, A (1932) .... Major Rinaldi
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
Paths of Glory (1957) .... General George Broulard
Farewell to Arms, A (1932) .... Major Rinaldi
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