geboren:
May 31, 1950 in Chicago, Illinois, USA
Biografie:
Als rauher, kerniger, vielseitiger Hauptdarsteller wurde Berenger oft ausgewählt für grüblerische, aggressive Rollen. Erste Aufmerksamkeit erregte er jedoch als zurückhaltender Tom Selleck ähnlicher Fernsehstar in Lawrence Kasdans „The Big Chill“ (1983). Eine großen Narbe quer durch seine als klassisch gerühmten Gesichtzüge, so erhielt er die größte Anerkennung für seine Darbietung in der Rolle des kampferprobten Sergeants in Oliver Stones „Platoon“ (1986).
Eigentlich hatte er Journalist werden wollen, doch noch während seines Studium an der University of Missouri begann er mit der Schauspielerei. Bald brach er das Studium ab und zog nach New York, um bei Uta Hagen und Herbert Berghof Schauspielunterricht zu nehmen. In Off-Broadway-Produktionen des Circle Repertory wie "End As a Man" und "Electra" sammelte er erste Praxis. 1977 spielte er in der Long Wharf Produktion von Tennessee Williams' "Rose Tattoo" und "A Streetcar Named Desire". Diese Engagements führten zur einer Rolle in der ABC-Tagessoap „One Life to Live“. Seine erste bedeutende Filmrolle erhielt er 1977 als Psychopath Gary Cooper White in "Looking for Mr. Goodbar" (Regie: Richard Brooks).
Durch seine Fähigkeit veschiedenste Akzente nachzuahmen und sein Äußeres grundlegend zu verwandeln, gelangte Berenger an so unterschiedliche Rollen wie die des jungen Outlaw Butch Cassidy („Butch and Sundance: the Early Days“, 1979, Regie: Richard Lester), des sanften, singenden Cowboys in „Rustler’s Rhapsody“ (1985) oder des kauzigen Baseball Catchers in „Major League“ (1989).
Immer wieder spielte er auch Militärs: Söldner in „Dogs of War“ (1980, Buch John Forsyth) und in „Sniper“ (1993) oder kernige Sergeants wie im bereits erwähnten „Platoon“, in Oliver Stones „Born on the 4th of July“ (1989) oder in „One Man’s Hero“ (1999). In die Rolle eines Generals schlüpft er in „Diplomatic Siege“ (1999). Ferner gehören zwei amerikanische Legenden zu seinen Rollen: der junge spätere Präsident Roosevelt in „Rough Riders“, sowie ein Held des amerikanischen Bürgerkrieges: General Longstreet, den er gleich zweimal verkörpert, zuerst in „Gettysburg“ (1993) und dann in „Gods and Generals“ (2002), dessen Handlung zeitlich noch vor den historischen Ereignissen der Gettysburg-Schlacht liegt.
Einen mit „Platoon“ vergleichbaren Erfolg konnte er bislang nicht verzeichnen. Die meisten seiner Filme aus den 90er Jahren wurden direkt an die amerikanischen Kabel-TV-Gesellschaften verkauft und waren bald in den Videotheken zu finden.