Biografie:
Hengge absolvierte am Wiener Max Reinhardt Seminar das Fach Regie. Zunächst inszenierte er Hörspiele und kulturpolitische Sendungen und wurde 1954 künstlerischer Leiter im "Theater am Parkring" in Wien. Es folgten mehrere Rundfunkserien, u.a. gegen die Darstellung von Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg und Entwicklungsländern in den deutschen Schulbüchern nach 1945. Ab 1967 war er Chefdramaturg und Regisseur im Landestheater Salzburg. Hengge beschäftigte sich intensiv mit der Bibelgeschichte und Möglichkeiten der Übersetzung des hebräischen Textes.
Publikationen:
1979 – Die Bibelkorrektur (Auch Adam hatte eine Mutter) Verlag Orac, Wien
1980 – Der Vater. Joseph von Nazareth. Untersuchungen zur Geschichte der Familie des Zimmermanns, Verlag Orac, Wien
1993 – Es steht in der Bibel Weiterentwicklung der Forschung im alten Testament, Verlag für Wissenschaft und Politik, Köln
2000 – Auch Adam hatte eine Mutter (Bibelkorrektur I – AT). Spuren einer alten Überlieferung in den 5 Büchern des Propheten Moses.
2000 – Josef aber dachte Maria zu verlassen (Bibelkorrektur II – NT). Die Tradition der Hirten im Neuen Testament der Bibel.
2006 – Die Geburt der Liebe (P.M.) Hypothese zum Tier-Mensch Übergangsfeld
2008 – Wie wir Menschen wurden Über das Wunder, das die Frauen in der Evolution zum Menschen vollbracht haben.
Filmografie (Auswahl):
1965: Die Herren
1965: Das Liebeskarussell
1967: Die Abenteuer des Kardinal Braun
1968: Im Banne des Unheimlichen
1968: Die Ente klingelt um ½ 8
1968: 24 Stunden aus dem Leben einer Frau
1969: Van de Velde: Das Leben zu zweit – Die Sexualität in der Ehe
1969: Das Gesicht im Dunkeln (A doppia faccia)
1969: Der Mann mit dem Glasauge
1970: Die Herren mit der weißen Weste
1970: Ohrfeigen
1972: 2000 Jahre (Geschichte Israels)
1972: Der Tod eines Fremden
1972: Das Rätsel des silbernen Halbmonds (Sette orchidee macchiate di rosso)
1973: Im Alleingang (Le Solitaire)
1975: Potato Fritz
1983: Bittere Ernte
1984: Hanussen
1985: Gefahr für die Liebe – AIDS
1986: Hitlerjunge Salomon
1989: Der Rosengarten
1993: Die Frauen aus der Rosenstraße
2011: Mein bester Feind
2014: Rachels Sünde
2015: Manasunda (Nebraska Crossing)
Auszeichnungen (Auswahl):
1986 – Bittere Ernte, Nominierung für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“
1989 – Hanussen, Nominierung für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“
1990 – Der Rosengarten, Bundesfilmpreisnominierung und Golden-Globe-Nominierung für die Hauptdarstellerin Liv Ulmann.
1992 – Hitlerjunge Salomon (Europa, Europa), Golden Globe als „Bester fremdsprachiger Film“ und Nominierung zum Oscar in der Kategorie „Bestes Drehbuch“. Trotz der Nominierung zog der Autor seinen Namen zurück, weil die Darstellung des Juden Perel und seiner deutschen Helfer nicht den tatsächlichen Schicksalen gerecht wurde.
1998 – Das Urteil, ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Goldenen Löwen und dem Bayerischen Fernsehpreis, Telestar-Nominierung und International Emmy-Award-Nominierung in der Kategorie „Bestes Drama“.