Sean Connery

Geboren als:
Thomas Sean Connery
Beruf:
Schauspieler, Produzent
geboren:
25 August 1930, Edinburgh, Midlothian, Scotland, GB
gestorben:
Biografie:
Bond, James Bond, ist die Rolle, die er wohl nie ganz loswerden wird, auch wenn es ihm in anderen Filmen durchaus gelungen ist, den Agenten im Dienste ihrer Majestät vergessen zu machen. Nach drei Jahren in der Navy, schlug sich Connery mit einer Reihe von Gelegenheitsjobs wie Milchmann, Maurer oder Rettungsschwimmer durch, bevor er aufgrund seines Hobbies Gewichtheben Schottland beim Mr. Universe Wettbewerb 1950 vertreten durfte. Nur zum Spaß versuchte er sich als Schauspieler, eine verständliche Entscheidung für jemanden aus der Arbeiterklasse und feierte sein Leinwanddebüt schließlich 1950 in dem Film "Lilacs in the Spring".
In American fiel er zu zunächst als harter Typ in "Tarzan's Greatest Adventure" und als gutaussehender Held in "Darby O`Gill and the Little People" (beide 1959). Er war einer von vielen Stars im Zweite Weltkriegs Epos "Der längste Tag" (1962) und stand kurz davor ein richtige Berühmtheit zu werden. Sein geschliffenes Betragen und männliche Erscheinung erregte die Aufmerksamkeit des Produzenten Harry Saltzman, der ihn als James Bond für das erste 007 Abeuteuer "James Bond jagt Dr. No" (1962) besetzte (die Rolle war zuvor bereits 1954 im amerikanischen Fernsehen zu sehen gewesen, gespielt von Barry Nelson in einer Adaption von "Casino Royale").

Der Bond Film war so überaus erfolgreich, dass er sein eigenes Genre erschuf und Connery die Rolle fünfmal spielte: "From Russia, With Love!" (1963), "Goldfinger" (1964), "Thunderball" (1965), "You Only Live Twice" (1967) und "Diamonds Are Forever" (1971), bis er ihrer müde wurde und sich zu sehr durch sie festgelegt fühlte. Er baute auf seinen neuerworbenen Starruhm und bekam Hauptrollen in Hitchcocks "Marnie" (1964), "A Fine Madness" (1966), "Shalako" (1968), "The Molly Maguires" (1970) und "The Anderson Tapes" (1972)- aber keiner dieser Filme wurde zu einem richtigen Kassenschlager, so dass Connery öffentlich haderte, dass er es wohl niemals schaffen werde, die Bond-Rolle abzuschütteln. Es brauchte so unterschiedliche Filme wie "Zardoz", "Murder on the Orient Express" (beide 1974), "The Man Who Would Be King", "The Wind and the Lion" (beide 1975), "Robin and Marian" (1976), "Cuba" (1979) und "Outland" (1981), um eben das zu erreichen.

Erstaunlicherweise kehrte Connery 1983 zu seiner Erfolgsrolle in "Sag niemals nie" zurück und gab in einer humorvollen Darbietung einen erwachseneren Bond. Seine Popularität nahm mit seinem Alter nur noch zu. Auch wenn er langsam kahl und grauhaarig wurde und an Gewicht zulegte, so wurde er immer noch als einer der sexiesten Männer überhaupt gehandelt. Er spielte einen kriminalistisch veranlagten Mönch in "Im Namen der Rose" (1986), einen unsterblichen Schwertkämpfer in den beiden Highländerfilmen (1986 und 1991), einen harten irischen Cop in "The Untouchables (1987, für den er den Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt), einen halsstarrigen Offizier in "Presidio" (1988, einen gutmütigen Dieb in "Family Business", einen schrulligen Archäologen "Indiana Jones and the Last Crusade" (beide 1989), den Russischen U-Boot Kommandanten in "Die Jagd nach Roter Oktober", einen versoffenen Verleger in "Das Russlandhaus" (beide 1990), König Richard Löwenherz in "Robin Hood: König der Diebe" (1991), einen bilderstürmenden Wissenschaftler in "Medicine Man" (1992) sowie einen Experten für Japan in "Rising Sun" (1993). Bei den beiden letztgenannten Filmen trat er auch als Produzent auf. Auch im Alter ist seine internationale Popularität ungebrochen, wie seine Rollen in "Just Cause", "Der erste Ritter" (beide 1995), dem Actionfilm "The Rock" (1996) und als zurückgezogener Schriftsteller in "Finding Forrester" (2000) zeigen.

Copyright ©1994 Leonard Maltin, used by arrangement with Signet, a division of Penguin Putnam, Inc.
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
Hunt for Red October, The (1990) .... Captain Marko Ramius
Presidio, The (1988) .... Lieutenant Colonel Alan Caldwell
Cuba (1979) .... Major Robert Dapes
Bridge Too Far, A (1977) .... Major General Roy Urquhart
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