Anatole Litvak

Beruf:
Regisseur, Produzent
geboren:
10 May 1902, Kiew, heute Ukraine
gestorben:
15 December 1974, Neuilly-sur-Seine, Hauts-de-Seine, France
Biografie:
Als Teenager arbeitete er in einm Avantgarde-Theater in Petrograd und studierte Schauspiel an der Theaterschule. Schließlich engagierte ihn das Nordkino Studio als Regieassistent. Dort führte er auch zum ersten Mal in dem Filme "Tatiana" (1925) Regie. Im selben Jahr zog er nach Deutschland. Hier assistierte er G.W. Pabst beim Schnitt von "The Joyless Street", durfte aber bis 1930 nicht Regie führen, als er von der Ufa unter Vertrag genommen wurde. Nach Hitlers Machtübernahme floh Litvak, der Jude war, nach England wo er nur einen Filme drehte: "Sleeping Car" (1933) und ging dann nach Frankreich. Einer der Filme, die er dort drehte, "Mayerling" (1936), eine Historienromanze mit Charles Boyer und Danielle Darrieux, brachte ihm internationale Anerkennung und ein Angebot aus Hollywood.

In den USA debütierte er bei RKO mit dem Remake seines französischen Films "L'équipage" (1937), eine Geschichte über zwei Männer, die in dieselbe Frau verliebt sind. Er blieb dann längere Zeit bei Warner und spezaioiserte sich auf dramatische Stoffe, obwohl sein erstes Engagement die Robert Sherwood Komödie über russische Emigranten war: "Tovarich" (1937). Er führte auch bei Warners Anti-Nazi-Dram "Confessions of a Nazi-Spy" (1939) Regie. Weitere Filme dieser Zeit waren "The Sisters", "The Amazing Dr. Clitterhouse" (beide 1938), "Castle on the Hudson", "City for Conquest", "All This, and Heaven Too" (alle 1940), "Out of the Fog", "Blues in the Night" (beide 1941), sowie ausgeliehen an Fox, "This Above All" (1942).
Nachdem die USA in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren, trat Litvak der Armee bei, arbeitete mit Frank Capra an der "Why We Fight"-Serie und für alle Kriegsfotografen während der Landung der Alliierten in der Normandie zuständig. Seine erfolgreichsten Nachkriegsfilme waren "Sorry, Wrong Number" (1948) und das bahnbrechende Drama über Geisteskrankheiten "The Snake Pit" (1948). Bemerkenswert waren ferner "Decision Before Dawn" (1951), ein außergewöhnlicher Spionage-Thriller und "Anastasia" (1956), die Geschichte einer Intrige am russischen Hof, sowie das TV-Remake von "Mayerling" (1957) mit Audrey Hepburn und Mel Ferrer. Unter Litvaks späteren Filme waren "The Journey" (1959), "Goodbye Again" (1961), "Five Miles to Midnight" (1962), "Night of the Generals" (1967) und "The Lady in the Car With Glasses and a Gun" (1970).


Filme:
The Night of the Generals (1967)
... aka La Nuit des généraux
Decision Before Dawn (1951)
War Comes to America (1945)
... aka Why We Fight, No. 7
The Battle of China(1944)
... aka The Battle of China: Assault on the Great Wall
... aka Why We Fight, 6 (1944)
Divide and Conquer (1943)
... aka Why We Fight, No.3
The Nazis Strike (1943)
... aka The Nazi Strike: Blitzkrieg!
... aka Why We Fight, No.2
The Battle of Russia (1943)
... aka The Battle of Russia: The Nazi March
Frozen (1943)
... aka Why We Fight, No.5
Prelude to War (1943)
... aka Why We Fight, No.1
Confessions of a Nazi Spy (1939)

Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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