Biografie:
Der Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Komiker Albert Dupontel wurde am 11. Januar 1964 in der zum Großraum Paris gehörenden Gemeinde Saint-Germain-en-Laye im Département Yvelines geboren.
Nach vier Jahren, in denen Dupontel Medizin studiert hatte, beschloss er, dieses Studium abzubrechen um Schauspieler zu werden. Seine Ausbildung zum Schauspieler, neben der er auch bereits in kleinen Bühnenrollen auftrat, fand von 1986 bis 1988 an der École du théâtre national de Chaillot in Paris statt. Während der Zeit seiner Ausbildung ließ er sich 1989 auch für kurze Zeit von Ariane Mnouchkine unterrichten und spielte nebenbei bereits in ersten kleineren Filmrollen mit.
Nachdem Dupontel 1990 als Stand-Up-Comedian Aufmerksamkeit hatte erregen können und 1992 bei der Arbeit am dystopischen Kurzfilm "Désiré" erstmals auch hinter der Kamera gestanden hatte, erreichte er mit der Low-Budget-Produktion "Bernie", seinem Langfilmdebüt als Regisseur, für die er ebenfalls das Drehbuch schrieb und die Titelrolle übernahm, 1996 über eine Million Zuschauer. Der Film wurde 1997 für den César in der Kategorie Bestes Erstlingswerk nominiert und Dupontel im selben Jahren für seine Rolle im Drama "Un héros très discret" (1996) in der Kategorie Bester Nebendarsteller für denselben Filmpreis nominiert. Eine Nominierung als bester Hauptdarsteller folgte erstmals 2000 für seine Rolle in Michel Devilles "La maladie de Sachs" (1999).
Nach schauspielerischer Mitwirkung in diversen weiteren französischsprachigen Filmproduktionen unterschiedlichster Genres wurde seine Komödie "9 mois ferme" (2013) im Jahr 2014 für insgesamt sechs Césars nominiert, von denen Dupontel den Preis in der Kategorie Bestes Original-Drehbuch schließlich auch gewinnen konnte. Außerdem gewann Sandrine Kiberlain für ihre schauspielerische Leistung den César als Beste Hauptdarstellerin.
Dupontels im Jahr 2018 erschienene Drama-Komödie "Au revoir là-haut" wurde für 13 Césars nominiert, von denen die Verfilmung des gleichnamigen, 2013 mit dem Prix Goncourt prämierten Romans Pierre Lemaitres am Ende auch fünf verliehen bekam. Darunter fielen unter anderem Auszeichnungen in den Kategorien Bestes adaptieres Drehbuch, Beste Regie sowie Bester Hauptdarsteller.
Literatur:
Charlie Michael. "Stary Study Albert Dupontel". In: Tim Palmer (Ed.). Directory of World Cinema. France. Bristol: Intellect Books, 2013, 21-24.