Benedict Neuenfels

Beruf:
Director of Photography
geboren:
11 March 1966 (Bern, Switzerland)
gestorben:
Biografie:
Nach dem Abitur arbeitete er als Kameraassistent unter anderem bei Xaver Schwarzenberger in "Ödipussi", "Otto – Der Film", "Momo" und bei Robby Müller als zweiter Kameramann in "Bis ans Ende der Welt". Von 1988 bis 1994 studierte er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) zusammen mit Christian Petzold und anderen Vertretern der späteren Berliner Schule.

1988 gründete Neuenfels die Produktionsfirma Giselafilms und produzierte seitdem über ein Dutzend Theater- und Opernfilme, sowie Dokumentarfilme, Kurzfilme und Spielfilme. Seine erste Arbeit als eigenständiger Bildgestalter nach der Firmengründung war der 1988 erschienene Spielfilm "Europa und der zweite Apfel" unter der Regie seines Vaters Hans Neuenfels. 1992 erhielt er für den Film "Die fliegenden Kinder", bei dem er auch als Produzent agierte, den Sonderpreis der Jury beim Filmfestival Max Ophüls Preis.

Seit 1996 lehrt er als Dozent für Bildgestaltung an zahlreichen Filmhochschulen, wie der Filmakademie Baden-Württemberg, der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der HFF München, der Filmuniversität Babelsberg, sowie der Hamburg Media School.

Neuenfels wurde bereits mehrfach für den Deutschen Kamerapreis nominiert und erhielt die Auszeichnung für "Deine besten Jahre" (2000) und "Lost Killers" (2001), sowie für "Homevideo" (2011). Nachdem er schon 2007 mit "Die Fälscher" für den Deutschen Filmpreis nominiert war, gewann er im darauffolgenden Jahr mit Maria Schraders Bestsellerverfilmung "Liebesleben" nach dem Bayerischen Filmpreis auch den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste Kamera/Bildgestaltung. Neuenfels war auch verantwortlich für die Bildgestaltung von Stefan Ruzowitzkys Film "Die Fälscher", der 2008 den Oscar als Bester ausländischer Film gewann.

Neuenfels ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, der Akademie des Österreichischen Films, und der Europäischen Filmakademie sowie im Berufsverband Kinematografie.

Filmografie (Auswahl):
1988: Europa und der zweite Apfel – Regie: Hans Neuenfels
1990: Das blinde Ohr der Oper – Regie: Hans Neuenfels
1992: Die fliegenden Kinder – Regie: Torsten C. Fischer
1994: Frauen sind was Wunderbares – Regie: Sherry Hormann
1995: Bunte Hunde – Regie: Lars Becker
1999: Der diskrete Charme des Hans Magnus Enzensberger – Regie: Ralf Zöller
2007: Liebesleben – Regie: Maria Schrader
2007: Die Fälscher – Regie: Stefan Ruzowitzky
2008: Hans Magnus Enzensberger, ma vie – Regie: Irene Dische
2013: Tatort – Borowski und der Engel – Regie: Andreas Kleinert
2013: Das radikal Böse – Regie: Stefan Ruzowitzky
2021: Hinterland – Regie: Stefan Ruzowitzky
2022: In einem Land, das es nicht mehr gibt – Regie: Alrun Goette

Auszeichnungen (Auswahl):
1997: Adolf-Grimme-Preis für "Sperling und das Loch in der Wand"
2000: Deutscher Kamerapreis für "Deine besten Jahre"
2001: Deutscher Kamerapreis für "Lost Killers"
2007: Bayerischer Filmpreis für "Liebesleben"
2008: Deutscher Filmpreis für "Liebesleben"
2011: Deutscher Kamerapreis für "Homevideo"
2011: Deutscher Fernsehpreis für "Homevideo"
2011: David Award in der Kategorie Best Author of Cinematography beim Warsaw Jewish Filmfestival für die Bildgestaltung von "Mahler auf der Couch"
2012: Grimme-Preis für "Homevideo"
2013: Deutscher Kamerapreis für "Das Wochenend"e
2017: Romyverleihung 2017 – Auszeichnung in der Kategorie Beste Bildgestaltung Kinofilm für "Die Hölle – Inferno"
2019: Deutscher Filmpreis: Beste Kamera/Bildgestaltung für Styx.
2019: Deutscher Kamerapreis (Lebenswerk-„Ehrenpreis“)
2021: Neunkirchener Preis des Oberbürgermeisters beim Günter-Rohrbach-Filmpreises für Ich bin dein Mensch
2023: Marburger Kamerapreis
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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