Biografie:
Maryse Alberti (geb. 10. März 1954) ist eine französische Kamerafrau, die vor allem in den USA an unabhängigen Spielfilmen und Wahrheit-orientierten Dokumentarfilmen arbeitet. Sie wurde beim Sundance Film Festival sowie den Spirit Awards ausgezeichnet und war die erste zeitgenössische Kamerafrau, die auf dem Cover des American Cinematographer für ihre Arbeit an Todd Haynes' "Velvet Goldmine" (1998) abgebildet wurde.
Alberti absolvierte keine Filmschule und begann ihre Laufbahn als Standfotografin für Pornofilme. Im Jahr 1982 gelang es ihr, die Macher des Indie-Films "Vortex" davon zu überzeugen, sie als Assistentin des Kameramanns Steven Fierberg einzustellen. Dabei verfügte sie zu diesem Zeitpunkt über keinerlei Kenntnisse in der Filmproduktion. Ihre erste signifikante Gelegenheit, als Kamerafrau zu arbeiten, ergab sich bei der Produktion von Dokumentarfilmen, darunter Stephanie Blacks "H-2 Worker" (1990), für den sie beim Sundance Film Festival ausgezeichnet wurde. Den Durchbruch erzielte sie mit Todd Haynes' kontroversem Film "Poison" (1991). Zu ihren weiteren Projekten zählen Michael Apteds Dokumentarfilm "The Power of the Game" (2007) über die FIFA-Weltmeisterschaft 2006 sowie Darren Aronofskys Wrestling-Drama "The Wrestler" (2008).