Biografie:
Geboren als Sohn des deutschen Filmregisseurs Hanno Brühl, wurde Daniel Brühl schon im frühen Kindesalter mit Film und Rundfunk vertraut gemacht. Kurz nach einem gewonnenen Vorlesewettbewerb kam er zum Hörfunk des WDR, worauf erste Rollen als Synchronsprecher und in Hörspielen folgten. Mit einem Auftritt im Fernsehfilm "Svens Geheimnis" konnte Brühl im Jahr 1994 als Erstes auf sich aufmerksam machen und bekam wenig später eine Rolle in der ARD Seifenoper "Verbotene Liebe". Seinen ersten Auftritt in einem Kinofilm hatte er im 1999 Film "Schlaraffenland". Die Wehrpflicht lehnte er zu diesem Zeitpunkt ab und wurde nach einem gescheiterten Ausmusterungsversuch Zivildienstleistender. Erste internationale Aufmerksamkeit konnte Daniel Brüh 2003 im Film "Good Bye, Lenin" in der Rolle des Alexander Kerner erlangen. Zudem erhielt er die Hauptrolle des spanischen Films "Salvador - Kampf um die Freiheit" und spielte in der Filmadaption des Otfried Preußler Roman "Krabat" die Rolle des Altgesellen Tonda. Weitere große Verfilmungen, in welchen Brühl mitspielte sind Quentin Tarantinos "Inglorious Basterds", das Motorsport-Drama "Rush - Alles für den Sieg", in welchen Brühl Formel-1 Weltmeister Niki Lauda verkörperte und "The First Avenger: Civil War", wo er die Rolle des Antagonisten Helmut Zemo bekam. Für seine Rolle als Niki Lauda wurde Brühl 2014 mit einer Golden-Globe Nominierung als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Ebenso ist er in der Hauptrolle der Netflix-Krimiserie "The Alienist - Die Einkreisung" zu sehen und spielt eine Rolle in der 2022 Neuverfilmung des Erich-Maria Remarque Romans "Im Westen nichts Neues".
Daniel Brühl führt zudem Regie in der schwarzen Komödie "Nebenan", welche 2021 erschien.
Filmographie (Auswahl):
- 1999: Schlaraffenland
- 2003: Good Bye, Lenin
- 2006: Salvador - Kampf um die Freiheit
- 2008: Krabat
- 2009: Inglorious Basterds
- 2011: Eva
- 2013: Rush - Alles für den Sieg
- 2016 The First Avenger: Civil War
- 2018-2020: The Alienist - Die Einkreisung (Fernsehserie)
- 2022: Im Westen nichts Neues
Auszeichnungen (Auswahl):
- 2002: Deutscher Filmpreis (Bester Hauptdarsteller in "Nichts bereuen, Vaya con Dios, Das weisse Rauschen")
- 2003: Deutscher Filmpreis (Bester Hauptdarsteller in "Good Bye, Lenin!", "Elefantenherz")
- 2003: Europäischer Filmpreis (Bester Darsteller und Publikumspreis für den besten Darsteller in "Good Bye, Lenin!")
- 2014: Golden Globe Award (Nominierung als Bester Nebendarsteller in "Rush - Alles für den Sieg")
- 2019: Golden Globe Award (Nominierung als Bester Hauptdarsteller - Mini-Serie oder TV-Film in "The Alienist - Die Einkreisung")