Paul Wegener

Beruf:
Schauspieler
geboren:
11. Dezember 1874 , Briesen, Ostpreussen
gestorben:
13. 09. 1948 , Berlin
Biografie:
Debütierte 1896 bei Max Reinhardt. Seine erste Filmrolle war die Titelgestalt in Stellan Ryes Student von Prag. Der grosse Erfolg dieses Films ermöglichte W. bereits 1915 als Regisseur zu arbeiten. Zusammen mit Henrik Galeen schrieb und inszenierte er den bedeutenden deutschen Stummfilm "Der Golem", in dem er auch die Titelrolle spielte. Es folgte eine Vielzahl Stummfilme, die er teilweise selbst inszenierte.
Wegener, der sein Talent zeitweise auch in den Dienst der faschistischen Ideologie stellte, bemühte sich nach 1945 aktiv zm den Wiederaufbau eines demokratischen deutschen Theaters. Berühmt wurde 1945 seine Nathan-Darstellung am Deutschen Theater. (Filmschauspieler A-Z)

Laut anderen Quellen ist sein Geburtsort Bischdorf (Ost-Preussen). Gymnasium in Königsberg, Studium Jus in Freiburg i.B. und Leipzig, 1895 als Schauspieler nach Rostock, nach verschiedenen Stationen durch Rudolf Schilkraut zum Max Reinhardt an dessen "Deutsches Theater" nach Berlin 1906-1920. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wendet sich Wegener dem Film zu: seine Doppelrolle im Klassiker "Der Student von Prag" (Regie: Stellan Rye) ist eine der ersten grossen Schauspielerinterpretationen im deutschen Film. In erster Linie interessiert an der mystischen und phantastischen Welt (z.B. "Golem", "Lebende Buddhas"). Als hervorragender Schauspieler spielte er mit Vorliebe grosse klassische Rollen, aber er gab sich in der NS-Zeit auch zu verschiedenen propagandistischen Hetzfilmen ("Der grosse König", "Kolberg") hin. Paul Wegener war mit Lyda Salmonova verheiratet, die in fast allen seinen frühen Filmen gespielt hatte. Er starb noch bevor der Film mit seiner letzten Rolle "Der grosse Mandarin" uraufgeführt wurde.

Quelle: www.kinotv.com
Alias:
Literatur:
Reichow-Hanisch. Filmschauspieler A-Z. Henschelverlag: Berlin, 1980.

Thomas Elsaesser, Michael Wedel (eds.). The BFI Companion to German Cinema. British FILM Institute: London, 1999.
Erläuterung:
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