Lee Marvin

Beruf:
Schauspieler, Produzent
geboren:
19 February 1924, New York, New York, USA
gestorben:
29 August 1987, Tucson, Arizona, USA
Biografie:
Der markige New Yorker begann seine Leinwandkarriere als Schurke und stieg zu heldenhafteren Rollen auf, als er ein Star wurde. Marivn, Veteran des Zweiten Weltkriegs, fing in den Spätern 40er Jahren nach einem gescheiterten Versuch als Klempner mit der Schauspielerei an. Er spielte anfangs in umherziehenden Sommertheatern und bei Off-Broadway Produktionen. 1951 bekam er seine erste kleine Filmrolle in "You're in the Navy Now" und erlangte zwei Jahre später als psychotischer Ganganführer in "The Big Heat" große Aufmerksamkeit, weil er seiner Freundin siedenden Kaffee ins Gesicht schüttete. In "The Wild One" (1954) spielte er nochmals einen Ganganführer, dann einen üblen Zeitgenossen in "Bad Day at Black Rock", einen ausgebranten Jazzer in "Pete Kelly's Blues" (beide 1955), sowie ein paar Western Halunken in "Gun Fury", "The Stranger Wore a Gun" (beide 1953), "Seven Men From Now" (1956) und "The Comancheros" (1961). Nachdem er in drei Staffeln den Polizisten in "M Squad" (1957-60) gespielt hatte, erreichte er seinen Höhepunkt in John Fords legendären "The Man Who Shot Liberty Valance" (1962) neben John Wayne ud James Stewart.
Nach dem leichteren "Donovan's Reef" (1963 wieder für Ford), kam Marvin als Auftragskiller in "The Killers" (1964) zurück, in dem er Gangster Boss Ronald Reagan (in seinem letzten Film) niederschoß. Im Anschluss spielte in "Ship of Fools" (1965) einen heruntergekommenen Baseballspieler. Als nächstes kam die Westernparodie "Cat Ballou" (auch 1965). Marvins Doppelrolle als betrunkener Revolverheld und dessen Desperado-Bruder brachte ihm einen Oscar und machte ihn zu einem Hauptdarsteller erster Wahl. Diesen Status behauptete er mit zwei Action Blockbustern: "The Professionals" (1966) und "The Dirty Dozen" (1967). In den folgenden zwanzig Jahren spielte er in so unterschiedlichen Filmen wie "Point Blank" (1967), in dem Zwei-Mann-Kiregsfilm "Hell in the Pacific" (1968), dem großen Musical "Paint Your Wagon" (1969), dem elegischen Western "Monte Walsh" (1970), dem satirischen Gangsteropus "Prime Cut" (1972), dem Eisenbahnabenteuer "Emperor of The North" (1973), dem komischen Western "Great Scout and Cathouse Thursday" (1976), sowie Sam Fullers autobiografischen Kriegsfilm "The Big Red One" (1980), in dem er eine seine besten Rollen spiele, den eisernen Infantrie-Sergeant. Seine späteren Filme waren "Death Hunt" (1980), "Gorky Park" (1983), "The Delta Force" (1986) und die TV-Fortsetzung "The Dirty Dozen: The Next Mission" (1985). Seine vielleicht am meisten unterschätzte Darbietung war als Hickey in der 1973er Filmadaptation von Eugene O'Neills "The Iceman Cometh". Doch Marvin hinterließ noch etwas völlig anderes: seine langjährige Lebensgefährtin, Michelle Triola, verklagte ihn erfolreich um Unterhaltszahlungen, nachdem die beiden sich getrennt hatten und sorgte so dafür, dass das Wort "palimony" (zusammengesetzt aus "alimony", engl. für Unterhalt, und "pal", engl. für Freund) Einzug in amerikanische Lexika fand.


Filme:
Delta Force, The (1986) .... Colonel Nick Alexander
Dirty Dozen: The Next Mission, The (1985) (TV) .... Major John Reisman
Marine Corps Combat Leadership Skills (1982) .... Narrator
Death Hunt (1981) .... Sergeant Edgar Millen RCMP
Big Red One, The (1980) .... The Sergeant
... aka Samuel Fuller and the Big Red One (1980)
Sam Fuller and the Big Red One (1979) .... Himself
Sergeant Ryker (1968) .... Sergeant Paul Ryker
Dirty Dozen, The (1967) .... Major John Reisman
Rack, The (1956) .... Captain John R. Miller
Attack (1956) .... Colonel Bartlett
Glory Brigade, The (1953) .... Corporal Bowman
Eight Iron Men (1952) .... Mooney
You're in the Navy Now (1951) (uncredited) .... Crew Member
... aka U.S.S. Teakettle (1951) (USA)
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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