Biografie:
1932 kam der Jude Gyula Trebitsch in Budapest zur ungarischen Dependance des deutschen Filmkonzerns Ufa. Im Jahr darauf, nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung", nahm die NS - Führung bald massiven Einfluß auf die Ufa, die sich ihrerseits beeilte, den neuen Herren zu Diensten zu sein. Der Ufa - Vorstand beschloß noch 1933, alle jüdischen Mitarbeiter hinauszuwerfen. Trebitsch, der zur Budapester Produktionsabteilung gehörte, arbeitete an den Wochenenden als Platzanweiser, "in der schönen Ufa - Uniform, rote Jacke, schwarze Hose, weiße Handschuhe". Manchmal durfte er mit ins Atelier. Dort hat er Marika Rökk kennengelernt und Willy Fritsch den Koffer getragen. Bei der Ufa in Budapest hat es mit der sogenannten "Arisierung" noch bis 1938 gedauert. Dann wurde auch Trebitsch entlassen. 1942 Einberufung zum "Jüdischen Arbeitsdienst", Trebitsch kommt an die Front in Rußland.
Anfang Mai 1945 wird er von alliierten Truppen befreit. Da wiegt der 30jährige gerade noch 45 Kilo. Die Erfolgsstory von Trebitsch beginnt 1947 in Hamburg. Schon zwei Jahre nach seiner Befreiung aus dem KZ startet Trebitsch als Filmproduzent. Er arbeitet mit Deutschlands bekanntesten Schauspielern. Viele darunter, die durchaus ihr Auskommen hatten im NS - Staat.
(www.ln-online.de)
weitere Filme:
1954: "Der Teufels General"
1956: "Der Hauptmann von Köpenick"
1986: "Heidi"