geboren:
10 August 1902, Dresden, Saxony, Germany
gestorben:
2 September 2000, Three Rivers, California, USA
Biografie:
Curt Siodmak, dessen Bruder Robert Siodmak (1900-1973) ein berühmter Regisseur war, studierte ab 1926 Mathematik, Physik und Ingenieurwissenschaft in Zürich. Seine ersten Gehversuche im Schreiben absolvierte er Mitte der 20er Jahre mit phantastischen Geschichten, u.a. „Die Eier von Tangayika“ (26) und „Helene droht zu platzen“ (29). 1928 schrieb er erstmals Drehbücher für den Film; so wird der Film „Menschen am Sonntag“ (29), zu dem er die Idee lieferte, der erste Regieerfolg seines Bruders Robert.
Grosses Aufsehen erregte Curt Siodmak mit seinem Science-fiction-Roman „F.P. 1 antwortet nicht“, welcher 1932 mit Hans Albers und Sybille Schmitz verfilmt wurde und internationale Erfolge feierte. Es ist dies gleichzeitig auch der letzte Film, an dem Curt Siodmak in Deutschland mitarbeitete, bevor er 1933 vor den Nazis in die Schweiz floh. Dort wurde er jedoch als illegaler Einwanderer verjagt und er kam über Frankreich nach England. Dort schaffte er den Durchbruch mit der Vorlage für den Film „Der Tunnel“ (35).
1937 ging er in die USA, wo sein Name dank seiner früheren Romane bereits ein Begriff war. Er wurde von Joe May (1880-1954), einem ebenfalls emigrierten deutschen Regisseur, bei Universal eingeführt, wo er ab 1939 zum besten Science-fiction und Horrorspezialist avancierte; vor allem mit Filmen wie „Der Unsichtbare“ (39), „Die unsichtbare Frau“ (40) und „Der Wolfsmensch“ (41) schuf er unvergessliche Werke.
Einen Welterfolg landete er mit seinem 1942 erschienenen Roman „Donovans Hirn“, welcher bis 1962 viermal verfilmt wurde. Ein Jahr später wurde er amerikanischer Staatsbürger. Ab 1951 führte Siodmak auch vereinzelt bei Filmen die Regie. (www.cyranos.ch)
weitere Filme:
1930: "Menschen am Sonntag"
1940: "Black Friday"
1941: "The Wolf Man"
1943: "I Walked with a Zombie"
1943: "Frankenstein Meets the Wolf Man"
1948: "Berlin Express"
1956: "Earth vs. the Flying Saucers"