Biografie:
Der Schauspieler Fritz Kampers nahm bei Richard Stury Schauspielunterricht und spielte in den ersten Jahren vornehmlich an kleineren Theatern in Deutschland und der Schweiz.
Während des 1. Weltkrieges wurde er verwundet und beteiligte sich danach am Fronttheater in Warschau und Lodz.
1917 wurde er Ensemblemitglied des Volkstheaters München und drehte gleichzeitig seine ersten Filme "Der Rubin des Maharadscha" (17) und "Der Hauptmann-Stellvertreter" (17), die den Auftakt zu einer langjährigen Filmkarriere bedeuteten, in der er in einer unglaublich grossen Anzahl von Filmen mitwirkte.
Vorerst spielte er meist Ganoven und Schurken, die sein Rollenbild der 20er Jahre prägten. Zu seinen bekanntesten Stummfilmen zählen "Arme, kleine Eva" (18), "Verlorenes Spiel" (20), "Die Apotheke des Teufels" (21), "Söhne der Hölle" (21), "Tiefland" (22), "Monna Vanna" (22), "Lola Montez" (33), "Der steinerne Reiter" (23), "Der Mensch am Wege" (23), "Nanon" (23), "Wallenstein" (25), "Die Mühle von Sanssouci" (26), "Der Stolz der Kompagnie/Die Perle des Regiments" (26), "Der Hauptmann von Köpenick" (26), "Leichte Kavallerie" (27), "Ein besserer Herr" (28), "Mary Lou" (28), "Somnambul" (29) und "Ehe in Not" (29).
Inzwischen in die Rollen von komischen Volkstypen und humoristischen Typen reingewachsen, wurde Fritz Kampers in zahlreichen, meist Nebenrollen umfassenden, Filmproduktionen beschäftigt, die eine schier unglaublich grosse Anzahl annahm.
Zu den bekanntesten Filmen der 30er Jahren gehören "Westfront 1918/Vier von der Infanterie" (30), "Dreyfus" (30), "Die Drei von der Tankstelle" (30), "Kohlhiesels Töchter" (30), "Der Stolz der 3. Kompanie" (31), "Strafsache van Geldern" (32), "Der Rebell" (32), "Ganovenehre" (32), "Ein Lied geht um die Welt" (33), "Die vier Musketiere" (34), "Der Bettelstudent" (36), "Urlaub auf Ehrenwort" (37) und "Das Ekel" (39).
1939 wurde Fritz Kampers zum Staatsschauspieler erhoben und im 2. Weltkrieg trat er in einer Reihe weiterer, meist der Unterhaltung verschriebener Filme auf wie "Bal paré" (40), "Die Entlassung / Schicksalswende" (42), "Akrobat schö-ö-ön" (43), "Der zweite Schuss" (43), "Gabriele Dambrone" (43), "Neigungsehe" (44) und "Freitag, der 13." (44).
Auch der deutsche Nachkriegsfilm bot Fritz Kampers weiterhin kleinere Rollen an, die er bis zu seinem Tod wahrnahm. Zu seinen letzten Arbeiten gehören "Morgen ist alles besser" (48), "Sensation im Savoy" (50) und "Nacht ohne Sünde" (50).
Quelle: http://www.cyranos.ch/smkamp-d.htm