Oliver Stone

Geboren als:
William Oliver Stone
Beruf:
Regisseur, Produzent, Schauspieler, Autor
geboren:
15 September 1946, New York, New York, USA
gestorben:
Biografie:
Oliver Stone hat sich im Verlauf von zwanzig Jahren als einer der erfolgreichsten, erfindungsreichsten und kontroversesten Filmemacher unserer Zeit etabliert. Bis heute wurde Stone persönlich für zehn Oscars nominiert, als Drehbuchautor, als Produzent und als Regisseur. Er hat drei Oscars gewonnen: einen für sein Drehbuch zu "12 Uhr nachts" ("Midnight Express", 1978) und zwei als Regisseur ( Geboren am 4. Juli, Platoon). Seine Filme errangen insgesamt 37 Oscar-Nominierungen.

Stone wurde 1946 in New York geboren. Er studierte in Yale, bevor er in den Fernen Osten ging, um an einer katholischen High School in Saigon zu unterrichten. Stone gehört damit zu einer Generation, die in den 60er Jahren genügend Wut sammeln konnte: Die Ermordung der damaligen Politik-Idole John F. Kennedy und Robert Kennedy, der Vietnamkrieg, die gescheiterten Hoffnungen der Studentenrevolte. Die Stationen seines Lebens wurden dadurch zu Themen seiner Filme. Er ging freiwillig nach Vietnam, um "Grenzen auszuprobieren" und einen Boden für sich selbst zu finden. Er sich dort zur US-Armee und wurde zweimal an der Front verwundet. Er erhielt die Orden "Purple Heart" und "Bronze Star". In Berkley, Kalifornien, erlebte er den kurzen Frühling der Studentenrevolte. Anschließend schrieb er sich an der Filmhochschule der New York University ein. Danach führte er in Kanada bei dem billigen Horrorfilm "Seizure" zum ersten Mal Regie und schrieb danach Drehbücher für Hollywood. "Midnight Express" (1978) brachte ihm einen ersten Oscar als Drehbuchautor. Bevor er mit "Midnight Express" Erfolg hatte, schrieb er elf Drehbücher, die nicht realisiert wurden. Oliver Stone kann inzwischen auf eine umfassende filmische Tätigkeit zurückblicken. Es folgten eine ganze Reihe von Filmen, die teilweise heftige DisKusssionen auslösten.

Seinen Mitarbeitern gilt er als Schrecken auf dem Regiestuhl. Oliver Stone wiederum gibt vor, das Beste aus seinen Mitarbeitern herauszuholen. Man sieht seinen Filmen an, welche Kraft sie gekostet haben: Oliver Stone bannt Wut auf das Filmmaterial! Ein Kritiker nannte seine Arbeiten gar "Schlagzeilen-Kino".

In seinen folgenden eigenen Regiearbeiten ging es immer um Gewalt (Natural Born Killers) oder um politische Themen ("Salvador", "JFK"). Bislang verarbeitete er das US-Trauma Vietnam dreimal. Der Welt der Börse, an der sein Vater gearbeitet hatte, setzte er in "Wall Street" ein bitteres Denkmal.

Oliver Stone ist Autor der Drehbücher zu "Die Hand" ("The Hand", 1981), "Scarface" (1986) und Platoon. Er ist außerdem Co-Autor der Drehbücher zu "Seizure" (1974), "Conan der Barbar" (Conan The Barbarian", 1982), "Im Jahr des Drachen" ("Year Of The Dragon", 1985), "Salvador" (1986), "Wall Street" (1987), "Talk Radio" (1988), Geboren am 4. Juli, "The Doors" (1991), "JFK - Tatort Dallas" ("JFK", 1991), Natural Born Killers und Nixon.

Wie bei Larry Flynt - Die nackte Wahrheit hat Stone bereits zuvor die Rolle des Produzenten oder des ausführenden Produzenten übernommen, so bei Die Affäre der Sunny von B. ("Reversal Of Fortune", 1990), "Blue Steel" (1990), "Iron Maze - Im Netz der Leidenschaft" ("Iron Maze", 1991), "South Central" (1992), "Töchter des Himmels" ("The Joy Luck Club", 1993), "The New Age" (1988) und "Freeway" (1988).

Für das Fernsehen produzierte er "Wild Palms" und den mit einem Emmy ausgezeichneten TV-Film "Indictment: The McMartin-Trial".
© AMPAS © 2000 Dirk Jasper

weitere Filme:
1989: "Born on the Fourth of July"
1991: "JF"
1993: "The Joy Luck Club"
1995: "Nixon"
1996: "The People vs. Larry Flynt"K"
1999: "Any Given Sunday"
1999: "The Corruptor"
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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