geboren:
5 November 1913, Darjeeling, West Bengal, India
gestorben:
7 July 1967, London, England, UK
Biografie:
Ihren Platz in der Kinogeschichte hat sie durch ihre fast legendäre, Oscar gekrönte Rolle als stürmische Scarlett O’Hara in David O. Selznicks „Vom Winde verweht“ sicher. Zwar spielte sie auch in zahlreichen anderen hervorragenden Filmen, doch die Rolle der Südstaaten-Lady überschattete sämtliche dieser Darbietungen. Ihr Filmdebüt lieferte die im Konvent erzogene Leigh 1934 in dem englischen Film “Things Are Looking Up“ ab. Danach spielte sie in einer Reihe unbedeutender Filme, bevor sie schließlich für “Fire Over England“ (1937) neben Laurence Olivier engagiert wurde. Die beiden verliebten sich fast auf der Stelle in einander und standen auch für „21 Days Together„ (1938) vor der Kamera. Ihre öffentliche Romanze währte noch mehrere Jahre, bevor schließlich ihre jeweiligen Partnern in die Scheidung einwilligten, so dass sie endlich 1940 heiraten konnten.
Nachdem Leigh in den englischen Filmen “Dark Journey“, “Storm in a Teacup“ (beide 1937) und “Sidewalks of London“, auch “St. Martin's Lane“ (1938), machte sie in der englischen Produktion „A Yank at Oxford“ (1938) an der Seite von MGM Idol Robert Taylor ersten Eindruck auf das amerikanische Kinopublikum. Produzent Selznick, zu diesem Zeitpunkt händeringend auf der Suche nach einer Besetzung für die Rolle der Scarlett in „Gone With the Wind“, dessen Produktion bereits angelaufen war, wurde der Schauspielerin vorgestellt, die in Begleitung von Olivier nach Hollywood gereist war. Selznick war von ihrer Schönheit sofort hingerissen, der Res ist Geschichte.
Leighs Erfolg als Scarlett machte sie zur ersten Wahl für MGMs bewegendes Remake von „Waterloo Bridge“ (1940), wiederum mit Robert Taylor. In “That Hamilton Woman“ (1941), einem aufwendigen Kostümdrama über die Affaire des britschen Admirals Nelson und Lady Emma Hamilton, Stand mit Olivier vor der Kamera (es war angeblich Winston Churchills Lieblingsfilm). Danach gönnte sie sich eine fünfjährige Ruhepause. Als legendäre ägyptische Verführerin in Caesar and Cleopatra (1946) kam sie zurück auf die Leinwand, und übernahm 1948 die Titelrolle in Anna Karenina (1948), einem schwülstigen Remake des Tolstoi Klassikers.
Ihre hervorragende Darbietung als emotional zerbrechliche Blanche du Bois in der 1951er Filmadaptation des Tennessee Williams Stücks „A Streetcar Named Desire“, verhalf ihr zu ihrem zweiten Oscar. Doch ihre eigene empfindliche Psyche und ihre angegriffene Gesundheit (sie litt jahrelang an Tuberkulose) hielten sie oft über Jahre von der Arbeit ab. Ihre letzten Filme waren “The Deep Blue Sea“ (1955), “The Roman Spring of Mrs. Stone“ (1961) und “Ship of Fools“ (1965) mit anerkanntermaßen stets herausragenden Leistungen ihrerseits. In den 60ern musste Leigh der Tuberkulose Tribut zollen, ihre berühte Schönheit schwand. Von Olivier hatte sie sich 1960 scheiden lassen.