René Vautier

Beruf:
Regisseur
geboren:
15 January 1928, Camaret-sur-Mer, Finistère, Bretagne, France
gestorben:
Biografie:
Mit 16 Jahren erhält er das „Croix de Guerre“ für seine Verdienste in der Résistance. Nachdem er seinen besten Freund im Krieg verloren hat, beschließt er, nie wieder eine Waffe in die Hand zu nehmen, woraufhin ein Bekannter zu ihm sagte: „Wenn du keine Waffe mehr tragen willst, dann trage eine Kamera“. Zwei Jahre später wurde Vautier an der IDHEC aufgenommen. Der Name René Vautier steht heute für den „ersten verbotenen Filmemacher Frankreichs“. Bereits sein Debütfilm über einen Bergarbeiterstreik, „La Grande lutte des mineurs“ (1948), wird von der Zensurbehörde aus dem Verkehr gezogen. Nach „Afrique 50“ (1950), gedreht im französischen Schwarzafrika ohne Dreherlaubnis, wird Vautier zu einem Jahr Haft verurteilt, von dem er sieben Monate absitzt. Nach drei weiteren Dokumentarfilmen, darunter der in Berlin mit dem „Silbernen Bären“ ausgezeichnete „Anneaux d'or“ (1956), dreht Vautier einen Film über die algerische Befreiungsfront FLN, „Algérie en flammes“ (1957/58). Er gerät in Kampfhandlungen, wird dreimal verletzt und verbringt 25 Monate in Haft. Doch Vautier bleibt, wird Direktor des „Centre audiovisuel d'Alger“ und dreht u.a.
„J'ai huit ans“. Zurück in der Bretagne gründet er ein Produktionskollektiv. 1972 hält er die Zeit für gekommen, die „Wahrheit“ über den Algerienkrieg zu sagen. Für seinen Spielfilm “Mit 20 Jahren in den Aurès“ erhält er in Cannes den „Preis der Internationalen Filmkritik“ und der Film ist der Skandal des Festivals! Vautier bleibt seinem Engagement für Menschenrechte und die „Dritte Welt“ treu und macht eine Reihe von Dokumentarfilmen und die Fernsehserie „Afriques-banlieue“.
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