geboren:
21 September 1945, Detroit, Michigan, USA
Biografie:
Jerry Bruckheimer, der Name ist ein Markenzeichen. Kinobesucher und Studios wissen wofür er steht: für die einen bedeutet er aufwendige, unterhaltsame Actionspektakel mit Staraufgebot, für die anderen ist er die Garantie für einen Kassenerfolg. Angefangen hatte Bruckheimer mit kurzen Filmen, nämlich 60-Sekunden-Werbefilmen, für die er in seiner Heimatstadt Detroit als bester Werbefilmer ausgezeichnet wurde. Einer dieser Mini-Filme, eine Parodie auf Bonnie und Clyde, die für den Automobil-Hersteller Pontiac warb, wurde im Time Magazine lobend hervorgehoben. Dies brachte dem damals 23jährigen Produzenten die Aufmerksamkeit der renommierten Agentur BBDO ein. Diese lockte ihn nach New York, wo er in vier Jahren ausreichend Erfahrung sammelte, um Hollywood in Angriff zu nehmen. Noch keine 30 Jahre alt war er für so unvergessliche Filme verantwortlich wie „Farewell“, „My Lovely“ und „American Gigolo“. Unter diesen frühen Filmen war „Flashdance“ (1983), dessen großer Erfolg der Beginn einer 14jährigen Partnerschaft mit Don Simpson markierte. In diesen 14 Jahren heimsten die Beiden eine ganze Reihe bedeutender Auszeichnungen ein: 14 Oscar Nominierungen, zwei Oscars für den besten Song, vier Grammys, drei Golden Globes, zwei People’s Choice Awards für Bester Film und den MTv Award für Bester Film des Jahrzehnts. Viele Schauspieler wurde erst durch ihre Filme zu wahren Hollywoodstars: „Beverly Hills Cop“ war der Beginn von Eddie Murphys Filmkariere und „Top Gun“ machte Tom Cruise zu einem internationalen Superstar. Die Studios und Kinobetreiber dankten Bruckheimer auf ihre Weise: 1985 und 1988 ernannte ihn die National Association of Theater Owners (NATO)zum Produzenten des Jahres, und mit Simpson wurde er von der Publicists Guild of America zum Motion Picture Showman of the Year 1988 gekürt.
1996 produzierte Bruckheimer „The Rock“ mit Sean Connery und Nicolas Cage, ein Film der weltweit $350 Millionen im Kino einspielte und als Video den Marktrekord für den meist georderten Film aller Zeiten hält. Zugleich war er aber auch Bruckheimers letzte Zusammenarbeit mit Simpson, der während der Dreharbeiten starb. Nunmehr allein ließ Bruckheimer mit „ConAir“ 1997 einen Film folgen, der Hauptdarsteller Nicolas Cage endgültig zu einem internationalen Actionstar und ihm zwei weitere Oscar Nominierungen und fünf Grammys einbrachte. 1998 drehte er „Armaggeddon“ Disneys erfolgreichsten Actionfilm mit einem Einspielergebnis von $500 Millionen und einen Soundtrack, der Platin-Status erreichte. Nachdem er 1998 mit „Enemy of State“ mit Will Smith und Gene Hackmann einen weiteren Kassenschlager in die Kinos gebracht hatte, wurde er mit sagenhaften $3,5 Milliarden Einnahmen aus Kinobesuchen, Video- und Musikrechten erfolgreichster Produzent aller Zeiten. Weitere Kassenknüller folgten: „Gone in 60 Seconds” wieder mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, „Coyote Ugly”, “Remember the Titans” mit Denzel Washington sowie “Rogue Warrior”, die Geschichte eines Navy SEALs. Mit dem Zweite Weltkriegsepos“Pearl Habor” (2001) gelang es Bruckheimer ein weiteres Mal den erfolgreichsten Film des Jahres in die Kinos zu bringen. Stolze $430 Millionen spielte er weltweit an den Kinokassen ein. Auch sein folgender Kriegsfilm „Black Hawk Down” über den Einsatz amerikanischer Truppen in Mogadishu 1993 war nur wenige Wochen nach seinem Erscheinen die Nummer Eins an den amerikanischen Kinokassen.