Biografie:
Regisseur Sergio Leone, mit dem er ein großartiges Regisseur/Komponisten-Gespann bilden sollte, war sein Klassenkamerad. Er studierte am Santa Cecilia Konservatorium in Rome, wo er sich auf Trompete spezialisierte. Seine ersten Arbeiten für den Film waren nicht weiter auffällig, aber aufgrund seiner Song-Arragements wurde von Leone für "Für eine Hand voll Dallars" (1964) engagiert. Seine Musik für diesen Film mit ihren sparsamen Arrangements, ihrer unorthodoxen Instrumentation (Glocken, elektirische Gitarren, Harmonikas und dem charakteristischen Ton der Mundharmonika) und den eingängigen Liedern, revolutionionierte die Art, in der Musik im Western eingesetzt wurde. Heute lässt sich kein post-Moricone Western vorstellen, der sich seinem Einfluss entziehen könnte. Auch wenn sein Name ein Synonym für Spaghetti Western sein wird, so hat er doch Musik für Filme aller Genres komponiert und ist damit einer der vielseitigsten Filmmusikkomponisten der Welt. Fast 400 Stücke für Filme gehen auf sein Konto, eine kurze Zusammenfassung also unmöglich, doch um nur einige zu nennen: die Leone Filme, Gillo Pontecorvos "La Battaglia di Algeri" (1965), Roland Joffés "The Mission" (1986), Brian De Palmas "The Untouchables" (1987) und Giuseppe Tornatores "Nuovo cinema Paradiso" (1988), sowie ein seltenes beispiel für einen Eröffnungssong für Pier Paolo Pasolinis "Uccellacci e uccellini" (1966).