Beruf:
Schauspieler, Autro, Regisseur, Produzent
geboren:
6 July 1946, New York, New York, USA
Biografie:
Sylvester Stallone wurde 1946 in New York geboren und wuchs in einem Vorort von Philadelphia auf. Er schlug sich mehr schlecht als recht so durch. Eine Nervenlähmung im Gesicht machte ihm die Kindheit schwer, und alle Lehrer rieten ihm später von einer Showkarriere ab.
In der Schule machte er erste Schritte als Amateurschauspieler und feierte als Football-Spieler in der Landesliga Erfolge. Zwei Jahre wurde Stallone auch am US-College in Genf, Schweiz, ausgebildet. Zurück in den USA schrieb er sich an der Universität von Miami ein und begann, sich als Autor zu versuchen. Stallone verließ die Universität allerdings vor seinem Abschluß, um seine Karriere als Schauspieler in Angriff zu nehmen.
Sylvester Stallone begann seine Schauspielkarriere in New York mit Theaterstücken und kleineren Filmrollen. Sein erster Film war eine Hauptrolle in einem Pornofilm. Dann kamen kleinere Auftritte, unter anderem ein Kurzauftritt als U-Bahn-Rowdy in Woody Allens "Bananas". Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in dieser Zeit mit Aushilfsjobs. Während er auf seinen Durchbruch als Filmschauspieler wartete, verlegte er sich verstärkt auf das Schreiben von Drehbüchern. 1974 bekam er eine Hauptrolle in "Brooklyn Blues" und wurde zudem im Vorspann als Verfasser "zusätzlicher Dialoge" genannt.
1976 erschuf Stallone die Figur des ehrgeizigen Boxers Rocky Balboa. Muhammad Alis Weltmeisterkämpfe inspirierten ihn zu den ersten Entwürfen. Zahlreiche Produzenten zeigten sich interessiert an dem handschriftlichen (!) Drehbuch, wollten jedoch statt Stallone selbst lieber einen namhaften Star als Hauptdarsteller verpflichten. Obwohl Sylvester Stallone damals kaum mehr als 100 Dollar auf dem Bankkonto hatte, bestand er darauf, dass das Script nur mit ihm in der Titelrolle verfilmt werden dürfe. Stallone gelang es endlich, das Drehbuch in Hollywood an den Produzenten Irwin Winkler zu verkaufen. Er gab sich mit einer geringen Summe als Gage zufrieden, sicherte sich aber eine hohe Gewinnbeteiligung und die Hauptrolle des Films. Die Beharrlichkeit machte sich bezahlt. Der Film "Rocky" machte den bis dahin unbekannten Stallone zum Weltstar. "Rocky" wurde zum Überraschungshit des Jahres 1976 und gewann drei Oscars: als bester Film, für die beste Regie und für den besten Schnitt. Zwar kann Rocky zunächst nicht die Weltmeisterschaft gewinnen, aber mit seinen kämpferischen Qualitäten sichert er sich eine vielversprechende Karriere. In "Rocky II" besiegt er in einer mörderischen Ringschlacht seinen alten Gegner und setzt zugleich eine alte Hollywood-Regel außer kraft: Auch die Sequels wurden sensationelle Kassenknüller.
Großen Erfolg hatte er auch in der Rolle des Vietnamkämpfers "Rambo". Als Produzent, Regisseur und Co-Autor war er für "Nur Samstag Nacht" mit John Travolta verantwortlich. Stallones letzte Filme waren das futuristische Action-Spektakel "Demolition Man", der Suspense-Thriller "Cliffhanger", bei dem Stallone auch am Drehbuch mitarbeitete und der zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 1993 zählt, der Erotik-Thriller "The Specialist" und die Comic-Verfilmung "Judge Dredd".
Zudem ist Stallone Mitbesitzer von "Planet Hollywood", der erfolgreichen Kette von Erlebnisrestaurants, in der sich neben kulinarischen Genüssen alles um die Welt des Films dreht. Eines seiner liebsten Hobbys - neben der Malerei - ist das Polo-spielen.
Stallone ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie sehr die Realität eines Menschen von dem Image, das ihm anhaftet, abweichen kann. Trotz seines überdurchschnittlichen IQs von 141, obwohl er Shakeaspeare zitiert, Oscar-Preisträger, Regisseur, Drehbuchautor, Mitglied der renommierten staatlichen Kunstkommission und selbst begeisterter Kunstsammler und Maler ist, dessen Bilder heute für bis zu 60.000 Dollar pro Stück kosten, bleibt Stallone offensichtlich für alle Welt der hirnlose Muskelstar: Guckt finster, schießt viel, redet Stakkato-Sätze.
Sylvester Stallone findet weltweit Beachtung als Schauspieler, Autor und Regisseur, seit er die Titelrolle in "Rocky" spielte. Auch für das Drehbuch des Erfolgsfilms, der 1976 den Oscar als "Bester Film" erhielt, zeichnete Stallone verantwortlich.
© 1999 Dirk Jasper
weitere Filme:
1971: "Bananas"
1971: "Klute"
1975: "Farewell, My Lovely"
1976: "Rocky"
1998: "Antz"
1998: "AFI's 100 Years"
2001: "America: A Tribute to Heroes"