Thomas Harper Ince

Beruf:
Produzent
geboren:
6 November 1882, Newport, Rhode Island, USA
gestorben:
19 November 1924, Beverly Hills, Los Angeles, California, USA
Biografie:
Ince wurde in eine Schauspielerfamilie geboren. Mit sechs Jahren stand er berits auf der Bühne und arbeitete später für Repertoiretheater. Mit fünfzehn Jahren machte er sein Broadwaydebüt. Vaudeville bot ihm Arbeit, allerdings nur unregelmäßig, so dass er Rettungsschwimmer, Promoter und Teilzeitschauspieler war. Seine Bühnenkarriere stellte sich als Fehlschlag heraus. 1910 bekam er einen Job bei Biograph und bereits nach einem Film heuerte ihn Carl Leammle als Regisseur der Independent Motion Pictures Company an. Ince reiste nach teilweise nach Kuba, um der Motion Pictures Patent Company zu entgehen. 1911 ging er zur New York Motion Picture Company und reiste nach Hollywood, um Western zu produzieren. INce bestand daruaf, dass die Skripts komplett ausgefertigt wurden, bevor der Dreh beging. Dies eröffnete ihm die Möglichkeit, mehrere Szenen gleichzeitig mit verschiedenen Co-Regisseure zu drehen. Einer dieser Co-Regisseure war Francis Ford, der Bruder von John Ford. 1912 verschmolzen NYMP und INdependent zu Universal. Ince hatte auf einem Stück Land in Santa Monica eine ganze Stadt von Kulissen aufbauen lassen, die bald "Inceville" genannt wurde. Hier drehte er viele der Außenszenen seiner Filme und hierher kamen auch die Leute, die zum Film wollten. Ende 1912 engagierte er William Desmand Taylor für "The Counterfeiter" (1913), mit dem ihn mehr verbinden sollte als nur ihre Filme der frühen 20er Jahre. 1913 produzierte er 130 Filme, hauptsächlich Western und Bürgerkriegsdramen. Seine Produktionsweise näherte sich der der Fließbandmethode. 1915 gründete er mit D.W. Grifftith und Mark Sennett die Triangle Motion Picture Company. Sie bauten ein Studio am Sunset Boulevard für "Mickey" (1918) mit Mabel Normand, die allerdings bald zu Goldwyn wechselte. Glücklicherweise war William S. Hart ein Star, dessen Filme die Company über Wasser hielten. 1916 produzierte Ince den Antikriegsfilm "Civilisation", der an der Kasse ein Reinfall wurde, da sie die Stimmung im Lande langsam vom Isolationismus entfernte. Am Ende des Ersten Weltkriegs wagte Ince nochmals einen Neuanfang. Er verließ Trinagle und gründete mit Adolph Zukor Paramount/Artcraft. Zusammen bauten sie ein weiteres Studio in Culver City. Ince erdachte einige Comedyserien mit Douglas MacLean und Doris May, auch ihr erster Film "23 1/2 Hours' Leave" (1919) war erfolgreich. Aber als Harts Vertrag endete, verließer die Firma und Zukor zwang Ince Paramount/Artcraft zu verlassen. Im Dezember 1919 taten sich Thomas Ince, Mack Sennett, Marshall Neilan, Maurice Tourneur und Allan Dwan zusammen und gründeten Associated Producers, eine unabhängige Filmgemeinschaft. 1922 fusionierten sie mit First National.
Am 1. Februar 1922 wurde Paramount Regisseur William Desmand Taylor in seinem bungalow erschossen. Ein Verdächtiger war Mack Sennett, der aussagte, er habe die Nacht bei Thomas INce verbracht. 1924, bei einem besuch auf der Yacht von Radolf Hearst, erkrankte Ince plötzlich. Er wurde ins Krankenhaus und später in sein Haus gebracht, wo er starb. Die Morgenzeitungen meldeten:"Filmproduzent auf Hearsts Yacht erschossen!" Aus den Abendzeitungen war diese Schlagzeile bereits verschwunden und Hearst Zeitungen meldeten am nächsten tag, dass Ince an einer Magenverstimmung verstorben sei. Die mysteriöse Kugel, wenn es denn eine gab, könnte für Charlie Chaplin bestimmt gewesen sein, der angeblich Interesse an Hearts Freundin Marion Davies gezeigt hatte.
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