geboren:
13 July 1942, Chicago, Illinois, USA
Biografie:
Er wirkte in vier der zehn erfolgreichsten Hollywood-Produktionen aller Zeiten mit: “Star Wars” (1977), “The Empire Strikes Back” (1980), “Raiders of the Lost Ark” (1981) und „Return of the Jedi“ (1983). Dass er diesen Starkult erlangt hat, ist insofern ironisch, als er an einen bestimmten Punkt seiner damals siechenden Karriere die Schauspielerei aufgab und Tischler wurde.
Seine Familie wohnte in einem Vorort von Chicago. Er brach die Schule ab und landete schließlich in Hollywood, wo er mit Glück einen Vertrag bei Columbia bekam. Er spielte eine ganze Reihe unbedeutende Rolle in unbedeutenden Filmen, machte sich aber auch kene besondere Mühe seine Karriere voranzutreiben. Allerdings prädestinierte ihn sein Äußeres für
Western wie “Journey to Shiloh” (1968), so dass er gelegentlicher Gaststar bei TV-Produktionen wie „Gunsmoke“ und „The Virginian“ wurde. Nachdem er eine kleine Rolle in Elliott Goulds “Getting Straight” (1970) gespielt hatte, begann Ford die Tischlerei, ein Handwerk mit dem er sehr zufrieden war, bis ihn ein relativ unbekannter junger Regisseur namens George Lucas 1973 für eine Nebenrolle in „American Graffiti“ besetzte. Er beeindruckte zwar als junger Cruiser, doch trotz seiner guten Vorstellung und einer Nebenrolle in Francis Ford Coppolas “The Conversation“ im nächsten Jahr, konnte Ford sich glücklich schätzen, seinen Nebenverdienst als Tischler zu haben, denn seine Schauspielkarriere schien im Nichts zu versanden.
1977 jedoch wählte ihn Lucas aus für Rolle des zynischen Spacepiloten Han Solo in “Star Wars“ – ein Megaerfolg, der Harrison Ford mit einem Schlag überall bekannt machte. Es folgte eine Reihe von Kassenblindgängern, darunter “Force 10 From Navarone”, “Hanover Street” (beide 1978) und „The Frisco Kid“ (1979), und einige Kurzauftritte in Coppolas „Apocalypse Now“ (als Col. Lucas) und in „More American Graffiti“ (beide 1979). Als unerschrockener Abenteurer Indiana Jones in Steven Spielbergs Homage an das Abenteuergenre „Jäger des verlorenen Schatzes“ (1981), konnte er erneut Erfolge feiern. Zwischen den Fortsetzungen von “Star Wars” (1980 und 1983) und “Indiana Jones” (1984 “Indiana Jones und der Tempel des Todes” und 1989 “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug”), nahm Ford Rollen in Filmen an, die ein wenig anspruchsvoller waren als die riesigen Actionproduktionen, die ihn berühmt gemacht hatten.
Die düstere Vorstellung als Cop in einem nihilistischen L.A. der Zukunft in „Blade Runner“ (1982) bewies, dass er mehr zu bieten hatte als Popcorn Helden. Eine weitere Cop-Rolle in „Witness” (1985), bot ihn Gelegenheit seine wärmere Seite zu zeigen und bot sogar Ansätze zu einer wenngleich unterdrückten Romanze. Die Rolle brachte ihm seine erste Oscar Nominierung ein und festigte seinen Starstatus beim “erwachsenen” Publikum. Darauf folgte ein gewagtes Porträt eines exzentrischen, idealistischen Erfinders in “The Mosquito Coast” (1986), sowie eine an Hitchcock erinnernde Rolle in dem Thriller „Frantic“ (1988). Dann zeigte er seinen Hang zu romantischen Komödien mit „Working Girl“ (1988), bevor er einen eher mürrischen, ehebrecherischen Anwalt spielte, der in „Presumed Innocent“ (1990) des Mordes angeklagt wird. 1991 wurde er durch die Kugel eines Straßenräubers in “Regarding Henry” von einem arroganten Yuppie zu einem herzerweichenden Einfaltspinsel.
Topform bewies er wieder als heroischer Ex-CIA Agent Jack Ryan in “Patriot Games”(1992), sowie in dem 1993er Blockbuster “The Fugitive”. Im gleichen Jahr trat er Gaststar in einer Episode der von George Lucas produzierten TV-Serie “The Young Indiana Jones Chronicles“. In “Clear and Present Danger” nahm er 1994 die Rolle des Jack Ryan wieder auf. Als nächstes stand er für das Remake von „Sabrina“ (1995, in der Rolle Humphrey Bogarts) vor der Kamera. 1997 spielte er in „Airforce One“ den amerikanischen Präsidenten, der an Bord seines Flugzeugs von Terroristen entführt wird.
Weitere Rollen:
K-19: The Widowmaker (2002) .... Cpt. Alexi Vostrikov
Apocalypse Now (1979) .... Colonel Lucas
Force 10 from Navarone (1978) .... Lieutenant Colonel Mike Barnsby