Ernst Schröder

Beruf:
Schauspieler
geboren:
27 January 1915, Wanne-Eickel, Germany
gestorben:
26 July 1994, Berlin, Germany
Biografie:
Er spielte die großen Rollen ebenso wie Schurken in großer Eindringlichkeit, er wurde einer von "Thalias großen Charakterköpfen" genannt und mit Heinrich George verglichen. Ernst Schröder galt als eine der Säulen des Theaters in Berlin, wo er seit den 50er Jahren spielte und bald umjubelter Liebling war. Zugleich war Schröder, der sich im Alter von 79 Jahren einem Berliner Krankenhaus das Leben nahm, Star zahlloser TV-Produktionen, darunter vieler Krimis der Serien "Derrik" oder "Der Alte".

Anfang März 1934 war es, als er in Bochum bei dem Talente-Entdecker Saladin Schmitt die erste Rolle spielte: den Zwerg in "Merlin" von Karl Immermann. Große Erfolge feierte er am Berliner Schillertheater, aber auch an den großen Bühnen in München und Zürich.

Immer blieb der am 27. Januar 1915 in Wanne-Eickel geborene Schneidersohn ein vom Spiel Besessener, der im Kino und auf der Bühne Triumphe feierte, so in dem "Stresemann"-Film von Alfred Braun, als Galileo Galilei in Brechts Stück und im "Jedermann" in Salzburg. Vor allem Samuel Beckett bestimmte die Karriere Schröders: 150 mal spielte er den "Hamm" im "Endspiel" in der Regie des Autors. Neben Heinz Rühmann war er der Wladimir in "Warten auf Godot' unter Fritz Kortner Schröder beherrschte das gesamte Klassik-Repertoire. "Nur als ich Hamlet spielen wollte, war ich schon zu fett", gestand er später.

Auf der Höhe seines Ruhms zog sich Schröder 1975 zurück. Er ging in die Toskana, um zu malen und zu schreiben. Auf seinem Weingut "Montalto" entstanden seine Memoiren mit dem vielsagenden Titel "Das Leben - verspielt'. Ein schwerer Schicksalsschlag war in dieser Zeit der Selbstmord seiner Tochter Christiane. "Ich habe sie geliebt, ich habe geweint, alles ist zum Schluß doch nur ein albernes Possenspiel", schrieb er.

Für die ZDF-Serie "Lorentz und Söhne" zeigte sich Schröder in den 80er Jahren noch einmal dem Fernsehpublikum. 1990 erschien sein erster Roman "Die Zikaden" über einen verhinderten Schauspieler. 1992 übergab er der Akademie der Künste in Berlin, deren Mitglied er war, persönlich sein künstlerisches Archiv.
(www.kultur-netz.de)

weitere Filme:
1962: "The Counterfeit Traitor"
1962: "The Longest Day"
1974: "The Odessa File"
Alias:
Ernst Schroeder
Literatur:
Erläuterung:
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