Louis Malle

Beruf:
Regisseur, Produzent, Autor, Schauspieler, Kameramann
geboren:
30 October 1932, Thumeries, France
gestorben:
24 November 1995, Beverly Hills, Los Angeles, California, USA
Biografie:
Louis Malle, Nachfahre einer französischen Adelsfamilie, die während der Napoleonischen Kriege mit Rübenzucker zu Reichtum kam, schuf Filme, die das Leben und seine Bedeutung erforschten. Als einer der Regisseure der französischen Nouvelle Vague in den 50er und 60er Jahren, drehte er Filme auf beiden Seiten des Atlantiks. Sein erster Film “Pretty Baby” (1978) mit machte Brooke Shields weltbekannt. Eine weitere Amerikanerin, in diesem Film nur in einer Nebenrolle zusehen, erhielt bereits in seinem nächsten Film “Atlantic City” (1980) die Hauptrolle: Susan Sarandon. In einem seiner späteren französischen Filme "Au Revoir Les Enfants" (1987) fand Malle Gelegenheit, seine Kindheitserlebnisse zu verarbeiten, die ihn seit der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg plagten. Im Alter von zwölf Jahren wurde er auf eine katholische Schule in der Nähe von Paris geschickt, die zum Versteck für mehrere jüdische Schüler wurde, einer davon Malles Freund. Ein unzufriedener Arbeiter aus der Küche der Schule wurde zum Informanten. Der Priester wurde verhaftet und die jüdischen Schüler in Konzentrationslager geschickt. In seinem letzten Film “Vanya on 42nd Street” (1994), widmete sich Malle wieder der vagen Grenze von Leben und Kunst, indem er Theater Leute Tchekows "Onkel Vanya" aufführen läßt. Für diesen Film arbeitete er wieder mit Theaterdirektor Andre Gregory und dem Dramatiker Wallace Shawn zusammen, die Gesprächspartner aus „My Dinner with André“ (1981). Anfangs war Malles Familie über sein Interesse am Film wenig begeistert, erlaubte ihm aber 1950 dennoch 1950 das Institute of Advanced Cinematographic Studies in Paris zu besuchen. Er arbeitete als Assistant bei Filmemacher Robert Bresson, wurde danach vom Unterwasserentdecker Jacques-Yves Cousteau als Kameramann auf der Calypso angeheuert. Cousteau beförderte ihn bald zu seinem Co-Regisseur für „Le Monde du silence“ (1956). Jahre später nannte Cousteau Malle den besten Unterwasserkameramann, den er je gehabt habe. Malles dritter Film, “Les Amants” (1959) mit Jeanne Moreau in der Hauptrolle brach einige Taboos in bezug auf Erotik auf der Leinwand. 1968 nahm der U.S. Supreme Court die Verurteilung eines Kinos in Ohio wieder zurück, das "Les Amants" aufgeführt hatte. In der Verhandlung Jacobellis gegen Ohio befand Richter Justice Brennen, dass ein Film, um obszön zu sein, ohne jegliche soziale Bedeutung zu sein habe. Richter Potter Stewart stellte fest: “I werde hier und heute nicht versuchen Obszönität zu definieren, aber ich erkenne sie, wenn ich sie sehe."

Filme:
Au revoir les enfants (1987)
... aka Auf Wiedersehen, Kinder (1987) (West Germany)
... aka Goodbye Children (1987)
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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