geboren:
26 January 1942, Pittsburgh, Pennsylvania, USA
Biografie:
Während seiner Kindheit in den Appalachen hatte er häufig gesundheitliche Probleme. Ein ganzes Jahr lang war er ans Bet gefesselt und Ärzte sagten ihm voraus, dass er für den Rest seines Lebens hinken würde. Doch er absolvierte intensive Trainingsprogramme und schaffte es schhließlich das Hinken zu überwinden. Nach der Schule besuchte er das William and Mary College, wo er einen Abschluss in Englisch macht. Er verbrachte die folgenden drei Jahre bei den Marines und versuchte dann seine Leidenschafts fürs Geschitenerzählen mit seiner Abenteuersucht zu verbinden, indem er fünf Monate als Kriminalreporter für die "Kenosha Daily Tribune" arbeitete. Eigentlich hatte er geplant Schriftsteller zu werden, doch fand er heraus, dass er „Schwierigkeiten mit Dialogen" habe. Um diese zu überwinden, entschloss er sich Schauspiel zu studieren. 1966 ging er nach New York, wo er sich in George Morrison Schauspielklasse einschrieb. Um seine Studiengebühren bezahlen zu können, half er bei Studenten-Aufführungen Regie zu führen und trat in Produktionen des La MaMa Experimental Theatre Club. Kurz nachdem er in New York angekommen war, entdeckte er seine Neigung zu Kampfsportarten. 1968 schloss er sich dem Actor's Studio an und begann professionell für Theater und TV zu arbeiten. 1970 bot ihm James Bridges seine erste Filmrolle in "The Baby Maker" an. Glenn ging nach L.A., wo er die sieben “schlimmsten Jahre meines Lebens” verbrachte. Gelegentliche Lichtblicke waren seine Zusammenarbeiten mit Demme ("Angels Hard As They Come", 1971, "Fighting Mad", 1976), Altman ("Nashville", 1975) und Coppola ("Apocalypse Now", 1979). 1978 war Glenn Hollywood leid und zog mit seiner Familie nach Ketchum, Indiana. Dort arbeitete er für zwei Jahre als Barmann, Jäger und Mountain Ranger (und spielte gelegentlich in SeattleTheater). James Bridges spielte noch ein weiteres Mal eine entscheidende Rolle in Glenns Leben, als er ihm 1980 die Rolle als Travoltas Gegnspieler in "Urban Cowboy" anbot und ihn damit zum Star machte. Glenns Spiel und seine physische Präsenz halfen ihm, sich sowohl in Actionfilmen ("Silverado", "The Challenge") als auch in Dramen ("The Right Stuff", "Countdown to Looking Glass", "The River") auszuzeichnen, denn er spielte abwechselnd „gute“ und „schlechte“ Charaktere. Anfang der 90er war seine Karriere auf dem Höhepunkt: er spielte in mehreren Kassen- und Kritikererfolgen wie "The Silence of the Lambs", "The Hunt for Red October" and "The Player" und zahlreichen anderen ("My Heroes Have Always Been Cowboys", "Backdraft", "Tall Tale"). Später neigte er eher schrulligeren Stoffen zu, wie etwa in der schwarzen, Freudianische Farce "Reckless", der Tragikkomödie "Edie and Pen" und in Ken Loachs soziopolitischer Deklaration "Carla's Song". Heute wechselt Glenn mühelos zwischen Mainstream ("Courage Under Fire", "Absolute Power"), unabhängigen Projekten ("Lesser Prophets" und "Larga Distancia", geschrieben von seiner Tochter Dacota Glenn mit seiner Tochter Rio Glenn) und Fernsehproduktionen ("Naked City").
By Helene Telingater <atelin@dol.ru>
Filme:
Courage Under Fire (1996) .... Tony Gartner
Off Limits (1988) .... Colonel Dexter Armstrong
Wild Geese II (1985) .... John Haddad
Apocalypse Now (1979) .... Colby
... aka Apocalypse Now Redux (2001)