Biografie:
Kennedy wechselte zwischen Bühne und Leinwand. Er gewann einen Tony in der Rolle des Biff aus Arthur Miller's "Tod eines Handlungsreidenden" und wurde während seiner langen karriere fünfmal für einen Oscar nominiert. Kennedy, der angeblich von James Cagney entdeckt worden war, als er in Los Angeles auf der Bühne stand, war zum ersten Mal in „City for Conquest“ (1940) als Cagneys künstlerischer kleiner Bruder auf der Leinwand sehen. Er stand mehrere Jahre bei Warner Bros. unter Vertrag und spielte in “Bad Men of Missouri”, “High Sierra”, “Highway West (seine erste Hauptrolle), “They Died With Their Boots On” (alle 1941), “Desperate Journey” (1942), “Air Force” (1943) und „Devotion“ (1946) und andere. Obwohl er physisch nicht der maskulinste Typ war, spielte er harte, zynische Charaktere mit Autorität, Gangster und auch Gute.
In den spätern 40ern absolvierte er ein enormes Arbeitspensum mit Filmen wie “Boomerang!“ (1947), “Champion” (1949, der ihm seine erste Oscar Nominierung an der Seite von Kirk Douglas einbrachte), “The Glass Menagerie” (1950), “Bright Victory” (1951, Oscar-nominierte Hauptrolle als blinder Veteran, der versucht im zivilen Leben zurecht zu kommen), “Bend of the River” (mit James Stewart), “The Lusty Men”, “Rancho Notorious” (alle 1952), “The Desperate Hours”, “The Man From Laramie”, “The Naked Dawn”, “Trial (alle 1955, für letzteren erhielt er wieder eine Academy Award Nominierung),“ Peyton Place“ (1957, weitere Oscar Nominierung als Lucas Cross), „Some Came Running“ (1958, nochmals ein glückloser Versuch einen Oscar zu bekommen, diesmal an der Seite von Frank Sinatra), „A Summer Place“ (1959) und Elmer Gantry (1960).
Wie so viele andere Hollywood-Größen seiner Generation arbeitete Kennedy in den 60er und 70er Jahren zunehmend auch in Europa und soagar am Ende in so Filmen wie „Emmanuelle on Taboo Island“ (1977) wieder. Dabei war es nicht so, dass es in dieser Zeit nicht genug englischsprachige Rollen gegeben hätte: „Barabbas“, „Lawrence of Arabia“ (beide 1962, eine kleine Rolle als Reporter), „Cheyenne Autumn“ (1964), „Joy in the Morning“ (1965), „Fantastic Voyage“, „Nevada Smith“ (beide 1966), „Anzio!“ (1968) und “Hail, Hero!” (1969, als Vater des jungen Michael Douglas), um nur einige zu nennen. Kennedy gönnte sich 1979 eine Auszeit von der Leinwand und kam erst ein Jahrzehnt später in dem bescheidenen, hausbackenen Drama „Signs of Life“ (1989) wieder zurück, in dem das Dilemma von Schiffsbauern, die plötzlich ihre Arbeit verlieren geschildert wird. Dies war zugleich seine letzte Rolle, kurz nachdem der Film veröffentlicht wurde, starb Kennedy.
Filme:
Anzio (1968) .... Major General Jack Lesley
... aka Battle for Anzio, The (1968) (UK)
Battle of the Bulge... The Brave Rifles, The (1965) .... Narrator
Lawrence of Arabia (1962) .... Jackson Bentley
Last Bomb, The (1945) .... Crewman (voice only)
Resisting Enemy Interrogation (1944) (uncredited) .... Sergeant Alfred Mason
Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress, The (1944) (uncredited) (voice) .... Crewman
... aka Memphis Belle, The (1944) (USA: short title)
How to Fly the B-17 (Part 1, Ground Operations) (1943) .... Instructor
... aka Training Film A.F. - 181 (1943)
How to Fly the B-17 (Part 2, Flight Operations) (1943) .... Instructor
... aka Training Film TF 1-3394 (1943)
Air Force (1943) .... Lieutenant Tommy McMartin, Bombardier