geboren:
23 April 1893, Salt Lake City, Utah, USA
gestorben:
19 June 1962, Hollywood, California, USA
Biografie:
Der Regisseur zahlreicher feinfühliger, romantischer Filme ist einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, bei Fans romantischer Melodramen jedoch eine Berühmtheit. Im Shobusiness begann er im zarten Alter von 13 Jahren, zumeist in herumreisenden Schauspielkompagnien. 1912 kam in Hollywood an und heuerte bei der Thomas Ince Company an. Er trat in zahlreichen Western auf bis er 1916 zu Mutual wechselte. Dort begann er Regie zu führen und als Schauspieler auch in längern Filmen aufzutreten mit Titeln wie "That Gal of Burke's" und "The Silken Spider". Im selben Jahr führte bei fünf Filmen Regie und trat als Darsteller auf, darunter "Immediate Lee" and "Enchantment". 1917 unterschrieb er bei Triangle und zusammen mit Allan Dwan als Produzenten brachten er in den nächsten zwei Jahren mehrere Melodramen heraus wie etwa "Until They Get Me" (1917) und "The Ghost Flower" (1918). Danach arbeitete er als freier Mitarbeiter und landete bei Paramount mit dem sentimentalen jüdischen Drama "Humoresque" seinen ersten großen Erfolg.
In den folgenden Jahren arbeitete er im Wechsel an Western und Melodramen bspw. "The Duke of Chimney Butte" (1921), "The Good Provider" (1922) und "Secrets" (1924). Daraufhin wandte er sich der Komödie zu: Buck Jones "Lazybones", Somerset Maughams "The Circle" (beide 1925), und eineige verwickelte Heiratsgeschichten wie 1926 "Early to Wed", "Marriage License?" und "The First Year".
1927 brachte er für FOX Janet Gaynor und Charles Farrell in einer zarten Liebesgeschichte mit dem Titel "Seventh Heaven" zusammen, die ein richtiger Blockbuster wurde. Er und Gaynor erhielten einen Oscar. Das selbe Team tat sich auch für zwei ähnliche Filme zusammen: "Street Angel" (1928) und "Lucky Star" (1929) - dann begann die Zeit des Tonfilms. Sein erster Tomfilm war eine Will Rogers Komödie "They had to see Paris" (1929). Für den Film "Bad Girl" (1931), eine Komödie gleicher Machart erhielt er seinen zweiten Oscar. Es folgte wieder eine Zeit ohne Studiovertrag, in der er eine Reihe Filme, denen eine pazifistische Aussage zu Grunde lag, abdrehte: "A Farewell to Arms" (1932), "Man's Castle" (beide 1933), "Little Man, What Now?", "No Greater Glory", "Flirtation Walk" (alle 1934), "Shipmates Forever" (1935), "Desire", "Hearts Divided" (beide 1936), "History Is Made at Night", "The Big City", "Mannequin (alle 1937), "Three Comrades" (1938), "Strange Cargo", "The Mortal Storm (beide 1940), "Smilin' Through" (1941), "Stage Door Canteen" (1943), "Till We Meet Again" (1944), "The Spanish Main" (1945) und der low-budget Psychothriller "Moonrise" (1948), der am wenigsten typische seiner Filme. Bevor er sich zur Ruhe setzte drehte noch zwei Filme "China Doll" (1958) und das Epos "The Big Fisherman" (1959).