Alfred Weidenmann

Beruf:
Regisseur, Autor, Produzent
geboren:
10 May 1916, Stuttgart, Germany
gestorben:
9 June 2000, Zürich, Switzerland
Biografie:
Der Sohn eines Stuttgarter Fabrikanten wurde zunächst Fotograf und drehte mit 26 Jahren seinen ersten Film "Hände hoch" (D 1934) für die Ufa. Der große Durchbruch kam mit dem Film "Junge Adler" (D 1944), der nach einem Drehbuch von Herbert Reinecker entstand, den Weidenmann bereits in den dreißiger Jahren kennengelernt hatte. Obwohl der Propagandastreifen über die Hitler-Jugend nach Kriegsende von den Aliierten verboten wurde, legte der Film nicht nur den Grundstein der Karriere von Weidenmann und Reinecker, sondern auch von den Nachwuchsschauspielern Hardy Krüger, Dietmar Schönherr und Gunnar Möller.
Nach seiner Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft drehte Weidenmann zunächst Kulturfilme, die von der Deutschen Shell finanziert wurden. Für "Weg in die Freiheit" erhielt er den Bundesfilmpreis. Mit "Ich und du" (D 1953) - wieder nach einem Drehbuch von Reinecker - setzte er seine Karriere als
Spielfilmregisseur fort. Für "Canaris" (D 1954) mit O. E. Hasse erhielt er einen zweiten Bundesfilmpreis, obwohl das Werk die NS-Zeit nur halbherzig aufarbeitete. Es folgten Titel wie "Der Stern von Afrika" (D 1957) mit Joachim Hansen, Scampolo (D 1958) mit Romy Schneider, Buddenbrooks (D 1959) nach Thomas Mann, "Verdammt zur Sünde" (1964) nach Henry Jaegers Roman "Die Festung" sowie "Maigret und sein größter Fall" (1966) mit Heinz Rühmann.
1984 zog Alfred Weidenmann in die Schweiz, wo er im Juni 2000 starb. (Bernhard Kempen)
© copyright 1990-2002 www.epilog.de

weitere Filme:
1954: "Canaris"
1957: "Der Stern von Afrika"
1966: "Maigret und sein größter Fall"
1978: "Der Schimmelreiter"




Alias:
Literatur:
The BFI Companion to German Cinema, edited by Thomas Elsaesser with Michael Wedel, British FILM Institute, London 1999; Lothar R. Just (hg), Filmjahrbuch 2001, Heyne Verlag München 2001
Erläuterung:
Filme anzeigen