Anna Seghers

Geboren als:
Netty Reiling
Beruf:
Autorin
geboren:
19 November 1900, Mainz, Germany
gestorben:
1 June 1983, Berlin, German Democratic Republic (now Federal Republic of Germany)
Biografie:
Am 19. November 1900 wird Anna Seghers als Netty Reiling in Mainz geboren. Ihr Vater ist Kunsthändler. Ab 1919 studiert sie Kunstgeschichte, Geschichte, Sinologie und Philologie in Köln und Heidelberg. 1924 schließt sie ihr Studium ab und schreibt ihre erste Erzählung, die jedoch erst postum veröffentlicht wird. 1925 heiratet sie den aus Ungarn stammenden, kommunistischen Gesellschaftswissenschaftler László Radványi (später: Johann-Lorenz Schmidt). Gemeinsam bekommen sie zwei Kinder. 1927 wird die Erzählung "Grubetsch" unter dem Pseudonym "Seghers" veröffentlicht, woraufhin als Autor ein Mann vermutet wird. 1928 erhält sie den Kleist-Preis für die Erzählung "Aufstand der Fischer von St. Barbara", die bereits unter dem Pseudonym Anna Seghers veröffentlicht wird. Im selben Jahr tritt sie der KPD bei. Sie arbeitet im "Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" (BPRS) und warnt 1932 in "Die Gefährten" vor dem drohenden Faschismus in Deutschland. 1933 flüchtet sie nach Paris, wo sie an antifaschistischen Exilzeitschriften mitarbeitet. In Prag beteiligt sie sich an den "Neuen Deutschen Blättern". 1940 flieht sie nach dem Einmarsch der deutschen Truppen nach Marseille. 1941 flieht sie weiter nach Mexiko, wo sie den antifaschistischen Heinrich-Heine-Klub als deutsche Literatur- und Kulturvereinigung gründet. Gemeinsam mit Ludwig Renn gibt sie die Zeitschrift "Freies Deutschland" heraus. Ihr Roman "Das siebte Kreuz" sorgt für Weltruhm. 1947 kehrt sie über Schweden und Frankreich nach Deutschland zurück, wo sie in West-Berlin Mitglied der SED in der sowjetischen Besatzungszone wird. 1950 zieht sie nach Ost-Berlin und nimmt an der Friedensbewegung der DDR teil und wird Mitglied im Präsidium des Weltfriendensrates. Im selben Jahr ist sie an der Gründung der Deutschen Akademie der Künste beteiligt. Ihre weiteren Texte verhelfen ihr unter anderem zur Ehrendoktorwürde an der Universität Jena und zur Ehrenbürgerschaft in Mainz. Am 1. Juni 1983 stirbt Anna Seghers in Ost-Berlin.
Alias:
Literatur:
Erläuterung:
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