Dritter Golfkrieg (2003)

Erläuterung:
Am 20. März 2003 begann der Irakkrieg mit gezielten Bombardements der US-Streitkräfte auf Bagdad.
Begründet wurde dieser Präventivkrieg mit dem angeblichen Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak und es bestünde die Gefahr, diese könnten in die Hände von Terroristen gelangen. Weiterhin sollte das diktatorische Regime Saddam Husseins gestürzt werden.
Kritiker sehen die eigentlichen Gründe in wirtschaftlichen Interessen der USA und der Möglichkeit größerer Einflussnahme im Nahen Osten.
Am 14. April, nach vielen heftigen Kämpfen, wurde der Krieg vom Pentagon für beendet erklärt nachdem auch die letzte umkämpfte Stadt eingenommen war. Dies bedeutete jedoch kein Ende der Kampfhandlungen, sondern den Übergang von der Invasion in eine Besatzung. Die US-amerikanische Besatzung wird von der Bevölkerung weitgehend abgelehnt.
Viele Staaten, auch enge Verbündete der USA wie Deutschland oder Frankreich, sprachen sich deutlich gegen den Krieg aus.
Während der Besatzung kam es zu zahlreichen Folterungen und ungeklärten Todesfällen in irakischen Gefängnissen und Tötung vieler Zivilisten und Soldaten.
Literatur:
Magnus-Sebastian Kutz. Public Relations oder Propaganda? Die Öffentlichkeitsarbeit der US-Administration zum Krieg gegen den Irak 2003. Berlin: LIT, 2006.

Hans Blix. Mission Irak: Wahrheit und Lügen. München: Droemer, 2004.

Bernd W. Kubbig. Brandherd Irak: US-Hegemonieanspruch, die UNO und die Rolle Europas. Frankfurt/Main: Campus-Verl., 2003.
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