Spanisch-Amerikanischer Krieg (1898)

Erläuterung:
Der Krieg zwischen den USA und dem Königreich Spanien dauerte vom 25. April bis zum 12. August 1898. Der Einfluss der spanischen Kolonialmacht in Süd- und Mittelamerika schwand und die lateinamerikanischen Staaten erlangten die Unabhängigkeit. Übrig blieben Besitzungen in der Karibik, im Pazifik und an der west- und nordafrikanischen Küste. Die USA, angetrieben von politischen und wirtschaftlichen Interessen, unterstützten die Uabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien. So wollten die USA Kuba "kaufen", was jedoch zunächst von Spanien abgelehnt wurde, obgleich es auf Kuba schon seit Mitte des 19. Jahrhundert Unabhängigkeitskämpfe gab und Kuba längst wirtschaftlich von den USA dominiert wurde. Die USA hatten außerdem Interesse an Stützpunkten im Pazifik, um die Handelsbeziehungen zu Asien auszubauen.

Die US-amerikanische Flotte wurde um Key West zusammengezogen wurde und die USS Maine legte im Hafen von Havanna an. Am 15. Februar 1898 ereignete sich auf dem Schiff eine Explosion, bei der 266 Seeleute starben und die USA beschuldigten Spanien, den Angriff verübt zu haben. Neueren Untersuchungen zufolge ist es wahrscheinlich, dass die Explosion von einem Schwelbrand im Innern des Schiffes herrührte.

Der Krieg begann mit dem Sieg der US-Asienflotte über die Spanier im philippinischen Archipel und wurde dann in der Karibik mit der Landung auf Kuba und auf Puerto Ricos fortgesetzt.
Nach der Niederlage in der Karibik kapitulierten die Spanier auch im Pazifik und Manila wurde von den Amerikanern besetzt.

Der Frieden von Paris, unterzeichnet am 10. Dezember 1898, legte fest, dass Spanien Puerto Rico, Guam und die Philippinen an die USA abtreten musste. Kuba wurde formal unabhängig, blieb aber zunächst unter US-Besatzung. Die US-amerikanische Hegemonie wurde erst durch die Kubanische Revolution 1959 beendet. Puerto Rico wurde Teil der Überseebesitzung und wurde 1941 in das föderale Gefüge der USA eingegliedert. Auf den Philippinen kam es zum Philippinisch-Amerikanischen Krieg, wobei viele Filipinos ums Leben kamen.

Die Uabhängigkeit wurde erst 1946 erreicht. Für Spanien war der Verlust der Kolonien ein harter Schlag und wurde als Schande empfunden und auch innerhalb Spaniens nahmen Bestrebungen nach Autonomie zu, beispielsweise im Baskenland.
Literatur:
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