Erläuterung:
1911 wurde das Gebiet Rhodesien in einen nördlichen und einen südlichen Teil gespalten. Südrhodesien war seit 1922 eine selbstverwaltete britische Siedlungskolonie.
Nach einigen Unabhängigkeitsbestrebungen wurde das Gebiet 1953 zur Föderation von Rhodesien und Njassaland zusammengefasst, die jedoch 1963 wieder aufgelöst wurde. Die in Südrhodesien ansässigen Weißen forderten nun ihre Unabhängigkeit und eine weiße Minderheitsregierung unter Ian Smith erklärte somit 1965 einseitig die Unabhängigkeit. Die afrikanischen Führer flüchteten ins Exil oder wurden inhaftiert. Großbritannien nannte die Erklärung zwar eine Rebellion, tat aber zunächst nichts, um die alten Zustände wiederherzustellen. Erst als Verhandlungen zwischen 1966 und 1968 scheiterten, forderte Großbritannien Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Rhodesien.
1970 rief die weiße Minderheitsregierung die Republik aus, die jedoch weltweit nur von Südafrika anerkannt wurde.
In den 70er Jahren verstärkten sich die Guerillaaktivitäten gegen die Regierung und man nahm Gespräche mit den Führern der ZANU und ZAPU, der Freiheitsbewegungen, auf. Im März 1978 wurde schließlich eine Vereinbarung über eine neue Übergangsregierung getroffen, die den Konflikt zugunsten der Europäer lösen sollte, es fehlte allerdings die Unterstützung der Bevölkerung.
1979 initiierte die britische Regierung Gespräche in London und das Lancaster House Agreement wurde unterzeichnet, woraufhin der britische Lord Soames bevollmächtigter Kontrolleur über die Entwaffnung der Guerillakämpfer, die Durchführung von freien Wahlen und die Entlassung in die Unabhängigkeit wurde. Im Februar 1980 wurde dann Robert Mugabe zum Premierminister gewählt.
Etwa die Hälfte der 200.000 Weißen verließ das Land.
Literatur:
Alexander, Jocelyn: The unsettled land : state-making & the politics of land in Zimbabwe 1893 - 2003, Oxford : Currey [u.a.], 2006.