Erläuterung:
1970 wurde Salvador Allende als Kandidat der Unidad Popular, einer Vereinigung linker Kräfte, zum Präsidenten Chiles gewählt. Er verstaatlichte wichtige Wirtschaftszweige und geriet so zunehmend in Konflikt mit der Opposition und den USA.
Ein erster Putschversuch scheiterte im Juni 1973, doch am 11. September 1973 kam es schließlich zum Militärputsch durch Agosto Pinochet. Allende beging in der Moneda, dem Regierunsgebäude in Santiago, Selbstmord und viele seiner Anhänger wurden in der darauffolgenden Zeit während der Militärdiktatur ermordet, gafangen und gefoltert.
Literatur:
Nathaniel Davis. The last two years of Salvador Allende. Ithaca, NY: Cornell Univ. Press, 1985.
Marco Hüls (Hg.). Chile. Ein anderer Elfter September. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag, 2006.