Erläuterung:
Schon während der Kolonialzeit hatten griechische und zypriotische Nationalisten
das Bestreben, Zypern an Griechenland anzuschließen.
Dieser Fusion standen allerdings zwei Faktoren im Weg: zum einen der Kolonialherr
England zum anderen eine zyprisch- türkische Minderheit . Dabei stellten die Engländer
das größere Problem dar. Dieses sollte durch einen Unabhängigkeitskrieg gelöst werden.
Eher zweitrangig war dagegen die zyprisch-türkische Minderheit, mit der sich nach dem
Krieg mit dem Kolonialherren auseinandergesetzt werden sollte.
Ab April 1955 führte die Untergrundorganisation mit Namen
,,Nationale Organisation zypriotischer Kämpfer’’ (EOKA) einen
Guerillakrieg gegen die englischen Kolonialherren. Da die türkisch-zypriotische Zivilbevölkerung unterstützte allerdings diesen Krieg nicht, wodurch es auch zu Anschlägen
der EOKA auf türkische Dörfer kam. 1958, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung
zog sich England zurück und überließ Griechenland, Türkei und den 2 großen Gruppen
der zypriotischen Bevölkerung die Friedensverhandlungen.
1959 führten die Londoner und die Züricher Verträge zur entgültigen Unabhängigkeit
Zyperns. In dem Vertrag, wurden die Grundstruktur sowie Grundlinien und schon
verschiedene Einzelheiten der heutigen zypriotischen Verfassung festgehalten.