Kubanischer Revolutionskrieg (1953-1959)

Erläuterung:
1952 rief der kubanische Jurist Fidel Castro dazu auf, das Staatsoberhaupt Fulgencio Batista zu stürzen. Nachdem er mit legalen Mitteln keinen Erfolg erzielen konnte, versammelte er eine paramilitärische Truppe um sich und griff zwei Militärstützpunkte an. Kurze Zeit danach wurde die Truppe verhaftet und vor Gericht gebracht. Nach seiner vierstündigen Rede, die das berühmte "Die Geschichte wird mich freisprechen" beinhaltete, wurde Fidel Castro zu fünfzehn Jahren Haft, sein Bruder Raul zu dreizehn Jahren Haft verurteilt; alle anderen Kämpfer erhielten ebenfalls Haftstrafen. Zwei Jahre später wurden die Inhaftierten allerdings auf politischen Druck freigelassen; die beiden Castro-Brüder gingen ins Exil nach Mexiko, um von dort aus die Revolution neu zu planen. Dort trafen sie ebenfalls auf den Argentinier Ernesto 'Che' Guevara, der sich ihnen anschloss.

Ein Jahr später, 1956, landeten die Revolutionäre wieder in Kuba, um einen Guerillakrieg zu beginnen. Nach der Landung, die deutlich von der Planung abwich, wurden sie in ein Gefecht mit dem kubanischen Militär verwickelt, nach dem sie sich in die Berge der Sierra Maestra zurückzogen, wobei sie sich allerdings trennten. Nachdem die verstreuten Teilnehmer wieder zueinander gefunden hatten, führten sie diverse Angriffe auf Militärstützpunkte aus und gewannen so die lokale Kontrolle. Dank anderen kleineren Rebellengruppen und Embargos der USA wurde das kubanische Militär sichtlich geschwächt, während die Rebellen unter Castros Führung durch Propagandamittel wie einem eigenen Radiosender Zulauf bekamen.

1958 reagierte Batista mit einem Angriff auf Castros Territorium und besiegte ihn beinahe, doch Castros Rebellentrupp entkam während eines Waffenstillstandes und startete daraufhin ihre eigene Offensive, bei der sie mehrere Städte mit wenigen Verlusten in den eigenen Reihen einnahmen. Die parallel dazu von bspw. Che Guevara geführten Truppen verzeichneten ähnliche Erfolge. Am 2. Januar 1959 nahm Fidel Castro Santiago de Cuba ein, kurz darauf nahmen Che Guevara und Raul Castro Havanna ein, nachdem Batista bereits am 31. Dezember 1958 aus Kuba geflohen war. Fidel Castro rief daraufhin den Sturz der alten Regierung und den Sieg der Revolution aus und setzte Manuel Urrutia Lleó als neuen Präsidenten ein, womit die Revolution zu Ende war.

Fidel Castro, der ursprünglich nicht persönlich in der Regierung vertreten war, allerdings seit Beginn die Fäden zog, nahm bald darauf die politische Führung in seine Hand; auch Che Guevara und Raul Castro besetzten weiterhin hohe Posten. Fidel Castro blieb bis zu seinem Rücktritt 2008 Präsident, sein Nachfolger ist Raul Castro.
Literatur:
Jacob Bercovitch and Richard Jackson, International Conflict : A Chronological Encyclopedia of Conflicts and Their Management 1945-1995 (1997)

Samuel Farber (2012). Cuba Since the Revolution of 1959: A Critical Assessment. Haymarket Books.
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