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Science-Fiction Filme können als Untergruppe des fantastischen Films betrachtet werden. Das bedeutet, dass diese Filme zwar sowohl das Unwahrscheinliche als auch nahezu unmögliche Szenarien zeigen, aber auch wissenschaftliche Möglichkeiten berücksichtigen und versuchen dem Ganzen eine wissenschaftliche Authentizität beizufügen. Wahrscheinlich ist es gerade diese Tatsache, was Science Fiction-Filme zu einem ständigen Teil der gegenwärtigen Kulturproduktion werden läßt.
Oft wird Science Fiction im Kino und der Literatur als eine Zukunftsvision, die das gegenwärtige extrapoliert, wie zum Beispiel, gegenwärtige Programme für reisen ins All und ihre Möglichkeiten in die Zukunft übertrage und erweitern. Oder auch, wie Filme wie „...Jahr 2020...die überleben wollen“ (1973, Regie: Richard Fleischer) oder „Blade Runner“ (1982, Regie: Ridley Scott) die möglichen katastrophalen Folgen einer zerstörten Umwelt oder der Überbevölkerung zeigen als Zukunftsvision zeigen. Jedenfalls ist es die Kombination aus dem Gegenwärtigen und dem noch nicht Greifbarem, oft Unheilvollem, was unser Glauben aber auch unsere Furcht in solchen Filmen evoziert.
(Aus: Ira Konigsberg: „The Complete Film Dictionary.“ Second Edition. New York, London: Bloomsbury, 1997).
Krieg spielt in Science Fiction-Filmen oft eine wichtige Rolle. Da sind es zum einen, wie der Titel „Krieg der Sterne“ (1976, Regie: George Lucas) bereits andeutet, Schauplätze für abenteuerliche Stoffe und Unterhaltungsfilmen, daneben sind es aber auch die Folgen einer atomaren Kriegsführung, die als „post doomsday films“ das mögliche Ausmaß der Zerstörung aufzeigen, z.B. in „The War Game“ (GB 1967; Regie: Peter Watkins), „The Day After“ (USA 1983; Regie: Nicholas Meyer), „On the Beach“ (USA 1959; Regie: Stanley Kramer) oder „When the Wind Blows“ (GB 1986; Regie: Jimmy T. Murakami).