Nach 15 Jahren wird Jochen Epstein aus dem Gefängnis entlassen. Er saß dort wegen eines Mordes ein, den er Weihnachten 1985 begang.
Jochen Epstein und die Brüder Karl und Adam Rose teilten ein gemeinsames Schicksal. Sie hätten die Vergangenheit gern vergessen, doch diese lässt sich so einfach nicht abschütteln. Alle drei waren als Juden im Konzentrationslager Birkenau und haben überlebt, während die meisten Menschen um sie herum verhungerten oder an Folter oder Vergasung starben.
1985 feierten sie in Berlin das erste Mal Weihnachten, wie es die Christen tun. Adams Haushaltshilfe Paula hatte zugesagt zu helfen, wenn ihre Tochter Katharina nach Spandau zur Christmette gebracht würde, da sie dort im Chor sang.
Epstein und Adam brachten die Kleine also zur Kirche und reagierten verstört, als Pfarrer Groll den Gottesdienst eröffnete, denn sie glaubten in dem Gottesmann ihren früheren Peiniger, den SS-Hauptsturmführer Giesser, wiederzuerkennen, doch erst zu Hause sprach Epstein diesen Verdacht aus. Giesser war ein Mann, der grausam gemordet hat und auch ihre Familien und wahrscheinlich auch Hannah, Epsteins große Liebe, auf dem Gewissen hatte. Karl war fassungslos, da er meinte Giessers Namen auf einer Totenliste gesehen zu haben.
Karl und Adam rissen sich den Abend über zusammen, doch Epstein war abwesend und betrank sich. Am nächsten Morgen spitzte sich die Lage dramatisch zu, als Karl berichtete, dass Adam mit seiner Pistole verschwunden war. Die beiden alten Männer eilten sofort zur Kirche, wo Adam Groll bedrohte, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Epstein und Karl griffen ein und begannen eine Diskussion, bei der Grolls wahre Identität enthüllt wurde. Es kam auch heraus, was Epstein alles zu tun bereit war, um seine Freunde, die Roses, im KZ zu schützen. Die dramatische Situation in der Kirche endete damit, dass Epstein den Priester erschoss.
Als Epstein nun das Gefängnis verlässt leben die Brüder Rose nicht mehr, doch die Vergangenheit holt ihn unversehens wieder ein, als er Hannah wiedertrifft.