Regisseur Gaumnitz zeigt eine sehr persönliche Familiengeschichte, im Zentrum der Vater, der Zeit seines Lebens vor einem schrecklichen Geheimnis zu fliehen scheint.
Kurz nach dem Krieg verlässt die Familie auf Drängen des Vaters Dresden und zieht nach Sedan in den französischen Ardennen um, für die Franzosen die symbolträchtige Stadt des „Erbfeindes“. Warum, fragt sich der Sohn, flieht der Vater gerade in diese feindlich gesonnene Region?
Während der Hitler-Jahre war der Vater zunächst im Gefängnis, später im Konzentrationslager. Nie verlor er ein Wort über diese Zeit, betäubte sich mit Alkohol, setzte seine Familie den Demütigungen, der Schande aus. Bis zum Hals in Schulden kehrt die Familie nach Deutschland zurück, nach West-Berlin 1964. 1996 stirbt der Vater. Mit diesem Film will sich Gaumnitz von der erdrückenden Stille befreien, einer Angst, die ihn ein Leben lang beherrscht hat. Er besucht die Orte, die im Leben des Vaters eine wichtige Rolle spielten und versucht Zeitzeugen zu finden.