„Es gibt die Ungeheuer, aber sie sind zu wenig, als dass sie wirklich gefährlich werden könnten. Wer gefährlich ist, das sind die normalen Menschen.“
Beginnend mit diesem Zitat von Primo Levi geht der Film mit unterschiedlichsten filmischen Methoden der Frage nach, wie aus jungen Männern, die "ganz normale" Leben führten, brutale Täter in deutschen Einsatzgruppen während des Zweiten Weltkriegs werden konnten. Es werden Interviews mit Wissenschaftlern, nachgestellte Szenen aus dem Alltag, aktuelle Aufnahmen der Schauplätze, historische Bilder ergänzt um Zitate aus Briefen, Tagebüchern und Prozessakten miteinander kombiniert, so dass eine Kollage entsteht, die sic hin erster Linie mit den Tätern des Reserve-Polizei-Bataillons 101 beschäftigt. Dieses Batallion erschoss während des so genannten "Unternehmens Barbarossa" mindestens 38.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder in einem Zeitraum zwischen 1941 und 1943. Aber auch andere Täter werden vorgestellt. Die akribische Bürokratie der Vorgänge wird dabei deutlich - das radikal Böse.