Yossi & Jagger

Originaltitel:
Yossi & Jagger
Weitere Titel:
Yossi VeJager, (Yossi und Jagger - Eine Liebe in Gefahr)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
67 min. , Farbe
Uraufführung:
1 August 2002
Literarische Vorlage:
Regie:
Kamera:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Ein unbestimmtes israelisches Militärcamp nahe der Grenze zu Libanon. Eine Truppe, die auf ihren Einsatz wartet. Yossi, der schweigsame Offizier und sein Zugführer, der lebensfrohre Jagger, haben ein Geheimnis: sie lieben sich. Jagger träumt von einem «ganz normalen» Leben zu zweit und drängt seinen Freund, die Beziehung nach dem Militärdienst öffentlich zu machen, wofür sich der nachdenkliche Yossi nicht begeistern kann.
Der Oberst schaut in ihrem Außenposten vorbei, in seiner Begleitung zwei Soldatinnen. Die zarte Funkerin Yaeli verliebt sich in Jagger und wartet auf eine Gelegenheit, ihm endlich ihre Liebe zu gestehen. Sie ahnt nichts von Jaggers und Yossis Verhältnis und wird von Ofir, Jaggers lautem Bettnachbarn, bedrängt. Als Yaniv, der kommandierende Offizier, versucht aus den kargen Vorräten ein akzeptables Mahl für seinen Vorgesetzten zu zaubern, erzählt der Oberst Yossi, dass erwartet wird, dass Hisbollah-Kräfte versuchen werden, die Grenze zu überqueren. Die ohnehin schon erschöpfte Einheit rückt aus, um für die Nacht einen Hinterhalt vorzubereiten. Der nächtliche Einsatz wird Jaggers und Yossis Beziehung dramatisch verändern.
Literatur:
Bemerkungen:
Homepage: http://www.yossiundjagger.de/

Alexandra Stäheli schrieb in der Neuen Züricher Zeitung:
„Der israelische Filmemacher Eytan Fox verzichtet in seiner lakonisch-fragilen Kriegsballade, die auf einer wahren Begebenheit basiert, auf politische Analysen und Statements; er interessiert sich weder für nationalistische Argumente noch gar für militärstrategische Überlegungen. Vielmehr gerinnt das einsame Camp in den Bergen in Fox' sparsamer, beinahe reduktionistischer Inszenierung zur Metapher für den Zustand der israelischen Gesellschaft überhaupt, in der vor allem die jungen Menschen zwischen (latentem) Krieg und dem Versuch, ein «normales» Leben zu führen, zerrissen scheinen. Dabei schimmert dieser den israelischen Alltag prägende Konflikt immer wieder in der Brüskheit der satten Dialoge (Drehbuch: Avner Bernheimer) auf, die fast melancholisch jenen zerbrechlichen Lebenshunger kaschieren, von dem die Figuren unter ihren Tarnanzügen allesamt befallen sind“. (5. Dezember 2003)
Erhältlich:
VHS NTSC, DVD