Hitlers letzte Opfer

Originaltitel:
Hitlers letzte Opfer
Weitere Titel:
Hitlers letzte Opfer - Flüchtlinge am Ende des 2. Weltkriegs
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
45 min. , Farbe
Uraufführung:
5 March 2007, ARD
Literarische Vorlage:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Im Herbst 1944 war es der Roten Armee gelungen einiges Territoruim zurückzuerobern und die sowjetischen Soldaten stießen auf das, was die Wehrmacht bei ihrem eiligen Rückzug hinterlassen hatte: verbranntes Land, zerstörte Dörfer und Tod.

Millionen Deutsche fliehen aus Ostpreußen, Schlesien und dem Wartheland, denn sie wissen, dass dich Hitlers Vernichtungskrieg nun gegen sie richten wird. Es kommt zur größten Massenflucht der Geschichte.

"Hitlers letzte Opfer" knüpft and die ARD-Reihe "Die Vertriebenen" von 2001 an.

Flucht und Vertreibung werden an den Beispielen Königsberg, Lodz, Breslau, Prag und Brünn deutlich gemacht:
Königsberg war eine Festung in der sinnlos Widerstand gegen einen übermächtigen Feind geleistet wurde. Die Menschen fliehen gen Westen - ganze Familien mit Sack und Pack mitten im tiefsten Winter. Die schrecklichen Erfahrungen der Flüchtingstrecks prägen noch bis heute das Leben vieler Menschen.
In Lodz begann die Geschichte der Vertreibung mit der Vertreibung der Polen. 1939 war die Stadt von den Nationalsozialisten in Litzmannstadt umbenannt worden, die Polen wurden vertrieben und Volksdeutsche hier angesiedelt. 1945 fliehen die Deutschen vor der Roten Armee und den zurückkehrenden Polen.
In Breslau war es ähnlich: nach der Rückeroberung durch die sowjetischen und polnischen Militärs strömten Polen in die Stadt. Entweder sie kehrten in ihre alte Heimat zurück oder sie waren wiederrum von anderen Orten vertrieben worden, die Stalin nun für die Sowjetunion beanspruchte. Auch Deutsche flüchteten nach Breslau zurück, doch sie mussten die Satdt bald wieder verlassen als klar war, dass Schlesien unter polnische Verwaltung kommen würde.
1,5 Millionen Polen und zwölf Millionen Deutsche verlieren ihre Heimat, viele sogar ihr Leben.
Auch in Tschechien wächst die Gewalt und Vergeltung gegen die Deutschen. Hitler war schon 1938 in das sogenannte Sudetenland einmarschiert und die Soldaten der Wehrmacht wurden von den Sudentendeutschen als Befreier begrüßt. Dies stellte für die Tschechen einen Staatsverrat dar und nach sieben Jahren der Unterdrückung bricht die Wut und Gewalt gegen die Deutschen aus.
In Brünn sind die Schläge gegen die Deutschen ganz besonders hart: alle arbeitsfähigen deutschen Männer werden interniert, Frauen, Kinder und Greise müssen innerhalb von 24 Stunden die Stadt verlassen. 20.000 Menschen sind von dieser Vertreibungsaktion betroffen, die von Partisanen mit Gealt umgesetzt und überwacht wurde. Der Westen reagierte auf das brutale Vorgehen in Tschechien mit Empörung. Churchill und Truman fordern ein humaneres Handeln und die wilden Vertreibungen in Polen und Tschechien sollten sofort ein Ende haben. Kommissionen wurden eingesetzt, um die Aussiedlungsaktionen zu begleiten und die Einhaltung von Mindeststandards zu überwachen.
Doch Flucht und Vertreibung werden die Menschen ihr Leben lang verfolgen.

Diese Dokumentation rekonstruiert die Geschichte von Flucht und Vertreibung ohne die Jahre 1939-1945 außer Acht zu lassen. So kommen auch Russen, polen und Tschechen zu Wort, was für ein hostorisch so sensibles Projekt von ganz besonderer Bedeutung ist.
Literatur:
K. Erick Franzen. Die Vertriebenen. Hitlers letzte Opfer. München: Ullstein, 2002.

Guido Knopp. Die große Flucht. Das Schicksal der Vertriebenen. Das Buch zur großen ZDF-Serie. München: Econ, 2001.
Bemerkungen:
Erhältlich: