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Originaltitel:
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Weitere Titel:
Finding Pictures
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
106 min. , Farbe
Uraufführung:
2002, Deutschland, MDR
October 2003, Leipzig DOK Festival
Literarische Vorlage:
Produzent:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Der Film dokumentiert die Suche, das Wiederfinden und den erneuten Verlust der Wandmalereien des jüdischen Schriftstellers und Malers Bruno Schulz (1892-1942). Im Jahre 1941/42 fertigte er märchenhafte Wandfresken für die Kinder des Wiener SS-Führers Felix Landau in dessen Villa in der galizischen Stadt Drohobycz. Damit wollte er sein eigenes Leben retten. In den damals entstandenen Skizzen ist das wahrscheinlich letzte Selbstportrait des Künstlers zu sehen, denn schon am 19. November 1942 wurde er von der SS erschossen. Die Suche nach den Wandbildern nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs blieb erfolglos. Erst am 9. Februar 2001 wurden die Malereien durch das Team von Regisseur Benjamin Geißler wiederentdeckt. Doch das Wiedergefundene sollte schnell wieder verloren gehen. Schon im Mai 2001 wurden Teile der Arbeiten von Mitarbeitern der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem aus der Villa herausgebrochen und entwendet. Sie brachten die Bruchstücke nach Israel, was zu einer weltweiten Diskussion zwischen Juden, Polen, Ukrainern und Dokumentarfilmern führte. Die unterschiedlichen Parteien stritten über die Besitzansprüche und den besten Aufbewahrungsort für die Fresken. So wird der Film zum Dokumentar-Krimi, der zum Nachdenken über das dokumentarische Schaffen an sich Anreiz gibt.
Literatur:
Jerzy Ficowski. Regions of the great heresy : Bruno Schulz, a biographical portrait. New York [u.a.]: W.W. Norton, 2003.
Bemerkungen:
Über Bruno Schulz: http://www.arte-tv.com/de/geschichte-gesellschaft/Bilder_20finden/Der_20Schriftsteller_20Bruno_20Schulz/481136.html

http://david.juden.at/kulturzeitschrift/50-54/Main%20frame_Artikel54_Stephani1.htm
Erhältlich: