Kameradschaft

Originaltitel:
Kameradschaft
Weitere Titel:
Comradeship, La Tragédie de la Mine
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
93 min. , schwarz / weiss
Uraufführung:
17 November 1931
Literarische Vorlage:
Produzent:
Schnitt:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
In einem französischen Bergwerk, nahe der deutsch-französischen Grenze, kommt es zu einer Grubenexplosion. In der Mine, die nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wegen der neuen Grenzen zweigeteilt wurde, werden nahezu 600 französische Kumpel verschüttet, jede Hilfe scheint aussichtslos. Auf der benachbarten deutschen Grube kommt es zu erregten Auseinandersetzungen. Soll man denen zur Hilfe kommen, die das eigene Land in den Ruin getrieben haben? Entgegen dem Willen der Minenbesitzer entschließt sich eine Gruppe erfahrener deutscher Bergarbeiter zu einer solidarischen Rettungsaktion. Über einen alten, seit dem Krieg nicht mehr genutzten Tunnel gelingt es den Kumpeln ihre französischen Kollegen zu befreien. Während die Arbeiter noch zusammen die Rettung feiern, sorgen die Minenbesitzer mit der Grenzpolizei bereits dafür, dass die eben eingerissenen Zäune schleunigst wieder aufgestellt werden.
Literatur:
Helga Belach/ Hans-Michael Bock (Eds.). Kameradschaft. Drehbuch Vajda/ Otten/ Lampel zu G. W. Pabsts Film von 1931. München: edition text + kritik, 1997.

Hermann Bath. Psychagogische Strategien des filmischen Diskurses in G.W. Pabsts "Kameradschaft". München: Diskurs Film 1990. (Diskurs Film Bibliothek 2). 281, CCXVI p.
Bemerkungen:
Der Film greift eine Geschichte auf, die sich 1906 in Courrières tatsächlich ereignet hat. Um aber die Botschaft einer universellen Bruderschaft aller Menschen besser vermitteln zu können, verlegte Pabst den Zeitpunkt der filmischen Handlung in die Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs.

Der Film entstand größtenteils im Studio, die wenigen Außenaufnahmen wurden in in Lens, Bethune und Gelsenkirchen gedreht.

1933 wurde der Film von der NS-Zensur verboten.
Erhältlich:
VHS