Fascism in Colour

Originaltitel:
Fascism in Colour
Weitere Titel:
(Il Duce und seine Faschisten, in Farbe)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
2x52 min. , Farbe
Uraufführung:
14 February 2007, Arte
Literarische Vorlage:
Regie:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
In dieser Dokumentation wird der Aufstieg der faschistischen Bewegung in Italien geschildert.
Das Land befand sich nach dem Ersten Weltkrieg in einer schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation: Italien gehörte zwar an der Seite der Aliierten zu den Kriegsgewinnern, doch die begehrten Gebiete in Afrika wurden ihm verwehrt und man fühlte sich zunehmend vom Bolschewismus bedroht.
Benito Mussolini war ursprünglich Grundschullehrer, der sich später dem Journalismus zuwandte. Aufgrund seiner persönlichen Kriegserfahrungen wandte er sich vom Sozialismus ab und dem Nationalismus zu. Gemeinsam mit Roberto Farinacci gründete er 1919 in Mailand eine gewaltverherrlichende, nationalistische Bewegung, die die freiheitliche Demokratie ablehnte. Die militärischen Anhänger trugen als Erkennungszeichen ein schwarzes Hemd.
Die Sozialisten in Italien errangen einen Wahlsieg und erklärten sich zu Kompromissen mit den Arbeitgebern bereit, obwohl 1920 in Norditalien 500.000 Arbeiter an Fabrikbesetzungen teilnahmen. Die Zeit für eine Revolution war laut den Führern der sozialistischen Partei noch nicht gekommen. Währenddessen stellten sich die Grundbesitzer in den ländlichen Gebieten auf die Seite der Faschisten und Angehörige der Mittelschicht organisierten Patrouillen der "Schwarzhemden", die Terror verbreiteten. Das Parlament blieb untätig und schon bald waren Nord- und Mittelitalien unter Kontrolle der faschistischen Partei, die nun eigene Gewerkschaften gründete. 1921 hatte die Partei bereits 200.000 Mitglieder.
Mussolini und 25.000 seiner Schwarzhemden unternahmen den "Marsch auf Rom", woraufhin der italienische König Vittorio Emanuele einen Militäreinsatz verweigerte und Mussolini zum Ministerpräsidenten einer Koalitionsregierung ernannte und somit die Partei legalisierte. Bei den Wahlen 1924 erzielte Mussloni 66 Prozent der Stimmen. Bald darauf wurden alle anderen Parteien verboten, Gewerkschaften wurden aufgelöst und Italien mutierte zu einem Polizeistaat.
Weder das italienische Königshaus, noch der Vatikan reagierten auf diese Entwicklungen.
Literatur:
Richard J. B. Bosworth. Mussolini. London: Arnold, 2002.

Ernst Nolte. Der Faschismus in seiner Epoche. Die action française, der italienische Faschismus, der Nationalsozialismus. München: Piper, 2000.
Bemerkungen:
Teil 1: Die Machtergreifung
Teil 2: An der Macht

Homepage: http://www.tagesspiegel.de/medien/archiv/14.02.2007/3077937.asp
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