Am Beispiel der Familie Rivera berichtet die Regisseurin vom Bürgerkrieg in Nicaragua. Der schon Jahre dauernde Konflickt holte die Familie am 3. April 1983 um sechs Uhr morgens ein. Die Mutter bereitete gerade das Frühstück, als plötzlich Schüsse zu hören waren. Das war nichts Ungewöhnliches, nur fielen sie diesmal ganz in der Nähe; das Haus der Riveras lag mitten im Zentrum des Kampfes zwischen den Contras und den Sandinisten. Dann kamen die Contras auch schon ins Haus und wollten die dreizehnjährigen Zwillinge Juan und José, den vierzehnjährigen Emilio, die fünfzehnjährige Reina und ihren Vater verschleppen. Die Mutter flehte sie an, ihr wenigstens ein Kind zu lassen, aber sie weigerten sich und marschierten los. Da ergriff sie Juan, der etwas hinter den anderen zurückgeblieben war, und rief dem Trupp zu, dass man zuerst sie töten müsste, um das Kind zu bekommen. Also blieb Juan bei seiner Mutter. Die Contras aber steckten das Haus an. Juan wird später auf seiten der Sandinisten gegen seine eigenen Geschwister kämpfen.